Warum es in China weder Konfuzianer noch Taoisten gibt

In Hong Kong wie in China wird der europäischen Nomenklatur folgend ebenfalls zwischen Religionen unterschieden. Und es gibt dementsprechend auch Statistiken bezüglich Religionszugehörigkeiten. Das mag für Christen gutgehen, lassen sich diese doch über ihre Zugehörigkeit zu einer Kirche mit einer hohen Gemeinschaftsverpflichtung entsprechend identifizieren. Für die chinesische Volksfrömmigkeit wird es da schon schwieriger, geht man doch in Sachen Gebet, Wahrsagung und Opfer auf bestimmte Tempel zu, ohne damit einer bestimmten Gemeinschaft anzugehören. Von Taoisten, Konfuzianern oder Buddhisten sollte man daher am besten nicht sprechen. Als Chinese kann man sich ohne weiteres religiöser Dienstleistungen von verschiedenen Lehren bedienen. Es gibt dabei kein weltanschaulicher Konflikt, ist doch die Kosmologie im Wesentlichen religionsneutral bzw. schon immer als Staats- bzw. Kaiserdoktrin legitimiert.

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