Der „christliche Glaube“ als Götze

Kronos.jpg

Nicht nur die sogenannte „christliche Religion“ sondern auch der „christliche Glaube“ ist etwas, auf das man in der Kirche getrost verzichten kann. Das Grundproblem ist, dass unter dem „Reflexionsschema der Subjektivität“ (Friedrich Mildenberger) der Glaube wie auch die Religion im Individuum oder in einem Kollektiv aufgehängt wird: Menschen haben eben einen Glauben (oder eine Religion). Solche Gläubigkeit (oder Religiosität) kann dann mit irgendwelchen „Glaubensinhalten“ ausgefüllt werden, je nach eigenem Vorstellungsvermögen.

Ein solcher Glaube, der letztendlich bei sich selbst bleibt, ist der moderne Götze, der nun nicht mehr holzgeschnitzt, sondern imaginationsgeschwängert ist. Da hat dann der Apostel Jakobus recht, wenn er sagt, dass der Glaube ohne Werke tot in sich selber ist (Jakobus 2,17). Richtig verstanden vertrauen Christen auf Gottes Werken, wie sie in seinem Wort den Menschen erschlossen sind. Das heißt nichts anderes, als dass Gottes Taten vorgängig sind und Glauben nicht von unserem Vorstellungsvermögen, sondern von Gottes Wort abhängt.

Wird dieses Wort-Antwort-Gefüge auf den Kopf gestellt, glauben Menschen letztendlich ihrem eigenen Glauben. Gute Nacht, kann man da nur sagen, wenn sich die Altersdemenz einstellt. Und schließlich wird es auch nicht ein „christlicher Glaube“ sein, der Leib und Seele von der Vernichtungsmacht des Todes erretten wird, sondern Gott, der seinen Sohn Jesus Christus von den Toten auferweckt hat.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: