«Allah» reserviert für Muslime?

Da wundert sich das deutschsprachige Feuilleton: „Muslimische Extremisten in Malaysia greifen Christen an, weil diese für sich in Anspruch nehmen, zu «Allah» zu beten. Sie wollen dieses Wort für Gott ausschließlich für Muslime reservieren – obwohl es nur einen Gott geben darf.“ (NZZ vom 8. Januar 2010). Nach einem längeren Rechtsstreit hat der High Court in Malaysia zum Jahreswechsel entschieden, dass die katholischen Zeitung «The Herald» in ihren Artikeln das Wort „Allah“ verwenden darf. Muslime haben da ihre Schwierigkeiten damit, da sie in der gleichen Benennung eine Verwechslungsgefahr zwischen einem „christlichen Allah“ und einem „moslemischen Allah“ sehen. Wir können dies wiederum kaum nachzuvollziehen, sind wir doch in einer platonischen Ideenwelt gefangen, wo wir uns auf eine namenlose Gottesidee ausrichten, für die Benennungen unwesentlich sind. Warum also über Namen streiten?

Muslims sind keine Platoniker, und die Bibel redet auch keinem Platonismus das Wort. Ein namenloses Gotteswesen is bedeutungslos. Was zählt für den Glauben ist der Name, der eine Geschichte einschließt. Wer die Diskussion in Malysia mitverfolgen will, sei auf den Malaysian Insider verwiesen. Zum Namenskonflikt siehe außerdem Georg Evers, Schwieriges Zusammenleben.

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