Peter Brunner – Das Wesen des kirchlichen Gottesdienstes

Peter_Brunner

Eine schöne Einführung in die Theologie des evangelischen Gottesdienstes ist immer noch Peter Brunners Artikel „Das Wesen des kirchlichen Gottesdienstes“, der seine ausführliche Abhandlung „Zur Lehre vom Gottesdienst der im Namen Jesu versammelten Gemeinde“ (Leiturgia I, 83-364) zusammenfasst.

Das Wesen des kirchlichen Gottesdienstes

Von Peter Brunner

Wenn die Heilige Schrift sagt: „Dienet dem Herrn”, so will sie, daß unser ganzes Leben ein steter Gottesdienst sein soll. Aber die Jünger Jesu können dem Herrn nicht dienen, ohne sich in seinem Namen zu versammeln, um das Wort Gottes zu hören, das Abendmahl zu feiern, zu beten, zu danken und zu loben. Der Gottesdienst, der unser ganzes Leben umfaßt, hat sein lebendiges Zentrum in dem Gottesdienst, der in der Versammlung der Gemeinde geschieht. Wir reden in diesem Vortrag von diesem Gottes­dienst der im Namen Jesu versammelten Gemeinde.

Diesen Gottesdienst gibt es erst seit Pfingsten. Er steht am Ende der Wege, die Gott mit den Menschen gegangen ist, um ihnen die Vollendung seines Heiles zu schenken. Ehe der Gottesdienst der Kirche möglich wurde, hat Gott sein Wort am Ende der Zeiten gesprochen in der Fleischwerdung seines Sohnes. Erst mußte Christus leiden und sterben und auferstehen, ehe der Geist ausgegossen und die Gemeinde der Endzeit zum Gottesdienst versammelt wurde. Jesu Kreuz und Auferstehung ist das Fundament des Gottesdienstes. Jesus ist für uns gestorben und auferstanden. Als er auf die Erde kam, ans Kreuz ging und am Holze als ein Verfluchter hing, da hat er schon nach uns ge­griffen, uns verlorene und verdammte Menschen an sich genommen, unser sündiges Leben auf sich genommen und uns alle in seinen Kreuzesleib eingezeichnet. Gott hat uns gerichtet — in ihm. Gott hat uns errettet — in ihm. Weil Jesus unser Leben seinem Leibe eingezeichnet hat, darum hat er uns mit seinem Leibe in den blutigen Gerichts­tod eingetaucht. Darum hat er uns auch mit seinem Leibe durch Tod und Grab hin­durchgerissen und durch seine leibliche Auferstehung uns das unvergängliche Leben gebracht.

Mit Jesu Kreuz und Auferstehung brechen die letzten Dinge an. Jesu Kreuz und Auf­erstehung ist die Wende der Aeonen. Jesu Kreuz und Auferstehung heben diesen alten Aeon aus den Angeln und sprengen die Tür auf, durch die der neue Aeon zu uns kommt. Der Heilige Geist ist die Erstlingsgabe der kommenden neuen Welt Gottes. Der Gottesdienst der Kirche hat diese Wende der Aeonen zur Voraussetzung, er hat diese Wende in sich, im Gottesdienst beginnen die letzten Dinge. Der Gottesdienst ist — wie der Geist, wie die Kirche — eine endzeitliche Erscheinung. Im Gottesdienst der Kirche stehen wir an der letzten Schwelle der Geschichte in der Nähe der Parusie [130] Christi. Der Herr ist nahe. Das Reich Gottes ist nahe. Die Auferstehung von den Toten ist nahe. In dieser Nähe feiert die Kirche ihren Gottesdienst.

Aber noch ist der Herr nicht erschienen. Noch sind die Toten nicht leiblich auferstanden. Noch sind wir Pilgrime. Noch stehen wir zwischen Christi Himmelfahrt und Wieder­kunft. In diesem Interim steht unser Gottesdienst. Durch dieses Interim ist sein Wesen bestimmt. Er gleicht der Stiftshütte des durch die Wüste wandernden Volkes, das schon von ferne die Stadt erblickt, in der kein Tempel mehr sein wird, sondern Gott sein wird alles in allem. Im Exodus aus dem Lande des Todes, im Transitus zum himmlischen Jerusalem, dort steht der Gottesdienst der Kirche.

Auch im Leben des einzelnen Menschen steht der Gottesdienst in einem Interim. Ehe du am Gottesdienst der Kirche im vollen Sinn des Wortes teilnehmen kannst, muß etwas an dir geschehen. Gewiß, als du noch nicht geboren warst, hat Jesus dein Leben seinem Leibe schon eingezeichnet, deine Schuld schon getragen, deine Erlösung schon erworben. Aber nun, da du geboren bist, muß das, was wahr ist in ihm, auch wahr werden an deiner leibhaften Existenz. Das geschieht durch die Taufe. Daß du als ein leiblich existierendes Wesen tatsächlich in Jesu Tod drin bist, das wird an dir vollstreckt in deiner Taufe. Daß du mit deiner leibhaften Existenz tatsächlich in Jesu Leben drin bist, das wird an dir vollstreckt in deiner Taufe. Durch deine Taufe bist du dem einen Opferleibe des gekreuzigten und erhöhten Herrn eingeleibt. Erst jetzt, nachdem du die Taufgrenze überschritten hast und hinzugetan bist zum endzeitlichen Volk Gottes, erst jetzt, wo du im Leibe Jesu, in der ekklesia bist, erst jetzt beginnt dein Gottesdienst. Die Taufe ist das Fundament des Gottesdienstes.

Der Zug der Auserwählten. Reichenauer Buchmalerschule, um 1000

Der Zug der Auserwählten. Reichenauer Buchmalerschule, um 1000

Beim Durchschreiten der Taufgrenze hast du durch Evangelium und Taufe alles, was zum Heil gehört, empfangen. Aber das Heil kann verloren, verschleudert, preisgegeben werden, unter Anfechtung und Kampf muß es bewahrt werden bis zum Tode. Das Heil kann nur so bewahrt werden, daß wir immer wieder zur Taufe zurückkehren, indem wir bleiben in dem rettenden Evangelium und bleiben in dem Leibe des ge­kreuzigten und erhöhten Herrn. Dazu sind uns die Wortverkündigung und das Abend­mahl gegeben. So lange wir in diesem irdischen Leibe wallen, sündigen wir täglich und verdienen täglich Gottes Zorn. Darum ist in der Christenheit auf Erden alles auf die Vergebung der Sünden eingerichtet, auch der Gottesdienst. Auf daß wir die Vergebung der Sünden immer wieder neu empfangen, ist uns das lebendige Wort und das Mahl des Herrn gegeben.

Wo die Vergebung im Glauben empfangen wird, da wird die neue Schöpfung am Menschen Ereignis. Im Sterben des alten Menschen wird der neue Mensch auf­erweckt, der nicht nur Gottes rettende Gabe empfängt, sondern auch Gottes Ehre ver­herrlicht. Durch den Heiligen Geist lebendig gemacht, darf der Christ jetzt schon im Gottesdienst teilhaben an dem ewigen Gotteslob der Engel, wenn auch in armseliger Gebrechlichkeit und stammelnder Unvollkommenheit. Der Gottesdienst steht daher zwischen meinem Tauftod und meinem leiblichen Tod, zwischen Tauferweckung und himmlischer Vollendung. Der Gottesdienst steht dort, wo der Sünder gerechtfertigt wird und der Gerechtfertigte in der Kraft des Geistes Gott lobt. Der Gottesdienst steht dort, wo die rettende Gabe Gottes zu uns kommt, und wir Gott seine Ehre im Dank- und Lobopfer zurückgeben. Der Gottesdienst steht dort, wo unsere Pilgrimschaft und unsere Himmelsbürgerschaft zusammen in einem Geschehen sich manifestieren. Dort, wo wir mit Jesu sterben, indem wir mit ihm leben, dort, wo wir mit Jesu leben, indem [131] wir mit ihm sterben, im eschatologischen Transitus vom Sterben zum Leben, dort ist der Ort unseres Gottesdienstes.

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Der Gottesdienst der Kirche ist umgeben von dem Gottesdienst der Engel im Himmel. Der Engel ist ein Ich wie wir. Aber er ist im Unterschied von uns jenseits von Ver­suchung und Anfechtung. Er hat seine Existenz ausschließlich und unverbrüchlich im Lobe Gottes. Er ist in seinem Gottesdienst nichts anderes mehr als die widerhallende Wand, die Gottes Sein und Gottes Tun lobend, preisend, bezeugend zurückwirft.

Der Gottesdienst der Kirche ist umgeben von dem Gottesdienst der sogenannten stum­men Kreatur. Sie ist stumm nur für unser taubes Ohr. Auch sie preist jetzt schon den Schöpfer mit der Unverbrüchlichkeit ihres kreatürlichen Wesens, das Gottes Schöpfer­wort ihr eingeprägt hat. Unter dem Seufzen der Kreatur, die sich sehnt nach der Frei­heit der Kinder Gottes, ist der eschatologische Jubilus der Kreatur schon verborgen, der ausbrechen wird in der Verwandlung aller Dinge und einmünden wird in das Lob der himmlischen Heerscharen. Dann werden wir die Stimme des Kosmos aus seinen höch­sten Höhen und bis in die untersten Tiefen seiner Abgründe hören, wie sie dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme Lob und Ehre und Preis darbringt.

Der Gottesdienst der Kirche steht zwischen dem Gottesdienst der Engel und dem Gottesdienst der Natur. Der Gottesdienst der Kirche ist geöffnet nach oben hin zum Gottesdienst der Engel. Er ist aber auch bereit, die Stimme des Kosmos in sich aufzu­nehmen. Der Gottesdienst der Engel im Himmel, der Gottesdienst der Kirche auf Erden und der Gottesdienst des Kosmos, sie haben einen gemeinsamen perspektivi­schen Fluchtpunkt, auf den sie zueilen und in dem sie zusammenfallen werden im Ende aller Dinge.

So wird der Gottesdienst der Kirche vollzogen in einem dreifachen Interim: zwischen Himmelfahrt und Wiederkunft Jesu, da hat er seinen heilsökonomischen Ort; zwischen meinem Tauftod und meinem leiblichen Tod, da hat er seinen anthropologischen Ort; zwischen den übermenschlichen, himmlischen Kreaturen und den außermenschlichen irdischen Kreaturen, da hat er seinen kosmologischen Ort. Dort, wo Gottes kommende Welt im Heiligen Geist in diese Welt einbricht, dort, wo der mit Jesus auferweckte neue Mensch durch den Glauben und die Liebe und die Hoffnung Gestalt gewinnt im Sterben des alten Menschen, dort, wo das Gotteslob des Kosmos hinstrebt zum Gottes­lob der Kirche und das Gotteslob der Kirche einstimmt in das Gotteslob der Engel, dort geschieht der Gottesdienst der Kirche. So vollzieht sich der Gottesdienst der Kirche in einem dreifachen eschatologischen Transitus: im Transitus von dieser vergehenden Welt zur Herrlichkeit des Reiches Gottes; im Transitus des versuchten, angefochtenen und gerechtfertigten Sünders zur letzten Vereinigung mit Christo in der Auferstehung von den Toten; im Transitus, der den Kosmos zur Freiheit der Kinder Gottes befreit und die Kinder Gottes zu den Chören der himmlischen Heerscharen entrückt. Durch dieses dreifache Interim mit seinem dreifachen eschatologischen Transitus ist das Wesen des kirchlichen Gottesdienstes bestimmt und begrenzt.

Was in diesem Gottesdienst geschieht, ist ein endzeitliches Geheimnis. Wir hören nur menschliche Worte und sehen nur menschliche Handlungen und arme kreatürliche Zeichen. Aber in, mit und unter diesen menschlichen Worten nimmt Gott selbst das Wort. In, mit und unter diesen menschlichen Handlungen handelt er selbst. In, mit und unter dem Brot und dem Wein ist im Abendmahl der Leib und das Blut unseres Er­lösers real gegenwärtig. In, mit und unter diesen Worten der Menschen steigt ein geist-[132]gewirktes Wort empor durch alle Himmel zu Gottes Thron und redet im Geist zum lebendigen Gott. In, mit und unter diesen Worten und Handlungen der Menschen steigt der Widerschein der Glorie Gottes empor und verherrlicht den Herrn. — In, mit und unter dem Menschlichen und Kreatürlichen — Gott selbst, der Herr selbst, der Geist selbst: das macht den Gottesdienst zum endzeitlichen Geheimnis.

Was in diesem Gottesdienst geschieht, hat zwei Seiten. Gott redet mit uns durch sein heiliges Wort, und wir dürfen wiederum mit ihm reden durch Gebet und Lobgesang. Christus bleibt in unserer Mitte als der Dienende, er schenkt sich uns in seinem Wort und in seinem Mahl. und wiederum dürfen wir ihm dienen mit willigem Herzen als dem Herrn aller Herren und dem König aller Könige. Gott dient uns: Der Gottesdienst ist sacramentum. Wir dürfen ihm dienen: Der Gottesdienst wird nach Gottes Wohlgefallen sacrificium. Beides durchdringt sich. Auch die Predigt ist Lobopfer. Selbst das Hören der Predigt preist den Herrn. Das Evangelium kann nur betend verkündigt und gehört werden. Das Abendmahl kann nur betend gefeiert werden. Gebet ist „Totaldimension des Gottesdienstes” (Doerne). Im Lobopfer werden die großen Taten Gottes verkün­digt. Das Abendmahl ist nicht nur Heilsgabe, sondern wird zur danksagenden Ver­kündigung des Todes des Herrn, bis daß er kommt.

Der Dienst Gottes an uns begründet unseren Dienst vor Gott. Sein Wort ruft unsere Antwort, seine Gabe unsere Hingabe hervor. Darum laßt uns erst hören, wie Gott uns dient durch Wortverkündigung und Abendmahl, und dann bedenken, wie wir ihm dienen dürfen durch Gebet, Bekenntnis und Lobpreis.

Wortverkündigung ist nicht nur Predigt. Die Predigt dient der verlesenen Schrift. Auch die Gemeinde verkündigt das Evangelium in Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern. Im Wort der Absolution erscheint die Mitte des Evangeliums in stärkster Verdichtung.

Wortverkündigung geschieht im Auftrag des auferstandenen Herrn. Das verkündigte Evangelium hat die Gewalt dessen in sich, der gesagt hat: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.” Durch die Wortverkündigung, die das apostolische Evan­gelium zum Inhalt hat, tritt Jesus Christus als der gegenwärtige Herr unter seine Ge­meinde. Wo er gegenwärtig wird, werden auch seine Worte und seine Taten Gegen­wart. Was Jesus für uns getan hat, läßt sich nicht mehr einsperren in die Schranken von Raum und Zeit. Jesu Kreuz und Auferstehung hat unsere alte Welt aus den Angeln gehoben. Unsere alte Erdengeschichte hat nicht mehr die Kraft, Jesu Kreuz und Auf­erstehung wie andere irdische Geschehnisse in sich einzuschließen. Die Fleischwerdung des ewigen Sohnes, sein Leiden, Sterben und Auferstehen haben die Tür aufgebrochen, durch die Gottes neue Welt in die noch bestehende alte Welt einbricht. Jesu Kreuz und Auferstehung stehen selbst in dieser geöffneten Tür. Unbeschadet ihrer geschichtlichen Einmaligkeit haben sie teil an der herrschaftlichen, eschatologischen Freiheit des Reiches Gottes. Diese Geschichte Jesu Christi, die dort in Palästina unter den Statthaltern der Cäsaren geschehen ist, hat unsere alte Erdengeschichte durchstoßen, sie hat die Gewalt der Aeonen überwunden, sie ist eingedrungen in die zeit- und raumüberlegene, könig­liche Freiheit des Reiches Gottes.

Aus dieser eschatologischen Freiheit heraus wird Jesu Kreuzessieg durch Evangelium, Taufe und Abendmahl für uns jetzt und hier gegenwärtig, faßbar, greifbar. Evangelium, Taufe und Abendmahl sind gleichsam die Arme, mit denen Jesu Kreuz und Jesu Sieg nach uns greifen und sich uns mitteilen. Im Wort vom Kreuz ist das Heilsgeschehen des [133] Kreuzes selbst gegenwärtig in der Kraft seiner endzeitlichen herrschaftlichen Freiheit. Im Wort von der Versöhnung geschieht Versöhnung. Durch das verkündigte Evange­lium steht das, was Jesus für uns getan hat, real gegenwärtig vor uns wie Speise und Trank auf dem gedeckten Tisch zum Greifen und Fassen und Essen.

Darum ist das mündliche Evangelium kein leeres Wort. Dies Wort ist gefüllt bis zum Rande mit den überschwenglichen Gaben des Heiles. Dieses Wort ist ein schaffendes Wort. Es schafft, was es sagt. Dieses Wort ist die geöffnete Hand Gottes, mit der er den Schatz der Vergebung, Leben und Seligkeit austeilt. Wenn das Evangelium im Auf­trag Jesu unter Anrufung seines Namens lauter und rein verkündigt wird, dann ist dieses Menschenwort kraft der unverbrüchlichen Treue Jesu sein rettendes, leben­spendendes Wort. Hier ist kein Raum für einen dialektischen Zweifel. Hier herrscht unverbrüchliche Gewißheit. Gerade darin zeigt sich die Freiheit der Gnade, daß sie kraft der unverbrüchlichen Treue Jesu im lebendigen Wort des Evangeliums mit unverbrüchlicher Gewißheit gegenwärtig ist, angeboten, dargereicht und ausge­teilt wird.

Weil dieses Wort mit dem endzeitlichen Heil Jesu Christi gefüllt ist, darum bringt es die Hörer in die endzeitliche Krisis. Das Evangelium will retten, nicht richten. In der Kraft des Sieges Jesu wird es auch die Riegel des menschlichen Herzens aufsprengen und in die Mitte unserer Existenz eindringen. Jetzt entsteht die Krisis, in der es sich entscheidet, ob wir die rettende Tat Jesu an uns geschehen lassen, indem wir sie im Glauben als für uns geschehen annehmen, oder ob wir in rätselhafter Verstockung das Werk des Geistes abweisen. Glaube heißt Leben in Ewigkeit. Verstockung heißt ewiger Tod. Gott vergewaltigt uns nicht durch die Gewalt seines Wortes. Er läßt die rätsel­hafte Möglichkeit offen, daß der Mensch das im Wort gegenwärtige Heil abweist. Durch die Wortverkündigung wird der Gottesdienst zu dem Ort, in dem die letzte Entscheidung über Heil und Unheil fällt, die unmittelbar in das Jüngste Gericht hinein­ragt. Ob Freispruch oder Verdammnis mich im Jüngsten Gericht trifft, das entscheidet sich jetzt und hier in der Begegnung mit dem lebendigen Wort des Evangeliums.

Die Verkündigung des Evangeliums geht über alle Menschen, über Ungetaufte und Getaufte. In der Wortverkündigung ist der Gottesdienst der Kirche offen für alle Menschen. Das Abendmahl ist nur für Getaufte. Wenn die Kirche das Abendmahl feiert, sind die Türen zur Welt hin geschlossen. Das Abendmahl ist diejenige Gabe Jesu, die als seine besondere Gabe auf die Getauften jenseits der Taufgrenze wartet. Das Abendmahl ist das spezifische Mittel der Gnade für die bereits konstituierte Jün­gergemeinde. Das Eigentümlichste des Gottesdienstes wird erst im Abendmahl er­kannt.

abendmahl

Das Abendmahl, das wir feiern, gründet in der Stiftung Jesu. Wer bestreitet, daß unser Abendmahl von Jesus gestiftet sei, beraubt sich des Sakramentes. Die sakramentale Wirklichkeit dieses Mahles quillt aus der Vollmacht der Stiftung Jesu und aus der Vollmacht seines stiftenden Wortes. Das Mahl, das Jesus in der Nacht des Verrates mit seinen Jüngern feiert, hat die Macht in sich, über diese Nachtstunde und über diesen Jüngerkreis hinaus eine Kette von Mahlfeiern aus sich zu entlassen, in denen jenes stiftende Mahl immer neu gegenwärtig wird. Derselbe Herr, der dort in der Nacht des Verrates in der Vollmacht des Messias gehandelt und gesprochen hat, handelt und spricht in der gleichen göttlichen Vollmacht m jedem Mahl, das seine Gemeinde feiert zu seinem Gedächtnis, und macht es dadurch zu seinem Mahl. [134]

Die sakramentale Wirklichkeit des Abendmahles umspannt einen weiten Bogen und umschließt einen innersten Kern, dessen Ausstrahlungen wiederum die ganze weit­gespannte Sinnfülle des Abendmahls durchdringen. Das Abendmahl ist Verkündigung in Wort und Handlung. Alles, was wir von der Verkündigung gesagt haben, gilt auch vom Abendmahl. Das Besondere des Abend­mahls besteht zunächst darin, daß hier eine Handlung Verkündigungscharakter hat. Das Abendmahl ist die endzeitlich erfüllte Gestalt einer Zeichenhandlung, in der Jesu Heilstat sich in der Kraft ihrer eschatologischen Freiheit gegenwärtig setzt. Jenes ein­malige endzeitliche Heilsgeschehen, das in Jesu Kreuz konzentriert ist, wird im Abend­mahl durch effektive Repräsentation gegenwärtig. Jesus gibt den Seinen Anteil an der Sühnekraft seines Todes, der schon unter dem Wort und unter dem Zeichen der Hand­lung geheimnisvoll gegenwärtig ist. Das ist der weitgespannte Bogen dessen, was im Abendmahl geschieht, aber noch nicht sein innerster Kern. Diesen innersten Kern bewirken und erschließen die Worte, die Christus im Blick auf das Brot und den Kelch spricht. „Das ist mein Leib für euch. Das ist mein Blut des neuen Bundes, vergossen für euch zur Vergebung der Sünden.” Diese Worte deuten nicht eine Handlung oder ein Zeichen. Sie sagen, was die Speise in dieser Handlung ist. Die Beziehung, die Jesu Wort zwischen Brot und Leib, Wein und Blut herstellt, ist nicht „Verknüpfung durch Analogie . . ., sondern eine Verknüpfung durch Identität” (Lohmeyer). Brot bleibt Brot, Wein bleibt Wein. Aber in der Kraft des stiftenden Wortes Jesu ist dieses Brot sein Leib, für uns dahingegeben, und dieser Wein sein Blut, für uns vergossen.

Jesu Leib, den wir im Abendmahl empfangen, ist das leibhafte Menschsein Jesu, in dem er für uns die Erlösung bewirkt hat. Jesu Heilandswirken, Jesu Heilandsleiden, Jesu Heilandssieg, Jesu ganzes leibhaftiges, für uns gelobtes Leben und für uns erlitte­nes Sterben und für uns erstrittenes Siegen ist in seinem Leibe und ist sein Leib, den wir unter der Gestalt des Brotes im Abendmahl empfangen. Jesu Leib ist insonderheit sein Opferleib. Dieser Leib und sein Opfertod sind eins. In diesem Opferleib haben wir seinen Opfertod. Auch in Jesu Bundesblut ist Jesu Bundesopfer für uns gegen­wärtig. Mit seinem Blute gibt sich uns das Opferlamm mit seiner Opfertat zu eigen. Die Zweiheit von Brot und Wein, von Leib und Blut weist darauf hin, daß der auf­geopferte Leib und das den Bund bewirkende Opferblut Jesu und damit sein Kreuzes­opfer selbst unter der eucharistischen Speise gegenwärtig sind und durch das ausgeteilte Brot und den ausgeteilten Kelch dargereicht und empfangen werden. Die Vergebung der Sünden und das Leben der ewigen Seligkeit werden uns im Abend­mahl so gegeben, daß diese Gabe eingeschlossen ist in den Opferleib Jesu, der unter der eucharistischen Speise real präsent ist. Das Schatzhaus, der Opferleib, und der Schatz, die Vergebung, sind hier eins. Nichts steht zwischen dem Stamm des Kreuzes und der Vergebung. Die Gabe und der Ursprung der Gabe, die Frucht des Opfers und das Opfer sind hier eins.

Mit dieser Gabe werden die Riegel und die Bande dieser vergehenden Todeswelt auf­gesprengt. Mit dieser Gabe umkleidet, werden wir selbst in die geöffnete Tür gestellt, die Jesu Kreuzesopfer in die kommende Welt Gottes hinein aufgebrochen hat. Das Abendmahl wird zum endzeitlichen Freudenmahl. Im Abendmahl spiegelt sich schon etwas ab von jenem Mahl, da der Herr von diesem Gewächs des Weinstocks neu trinken wird mit uns in seines Vaters Reich. Das Abendmahl wird zu einer zeichenhaften Anti-[135]zipation des königlichen Hochzeitsmahles Jesu. In diesem Mahl, das wir jetzt feiern, ist jenes Mahl nahe, das einst sein wird, wenn in den Himmeln der Ruf erschallt: „Die Hochzeit des Lammes ist gekommen.” Wir feiern das Abendmahl unmittelbar an der Schwelle vor jenem Mahl, das da kommt. In diesem Mahl wird jenes Mahl verhüllte Gegenwart. In diesem Mahl hört die Gemeinde schon die Stimme des Herrn: „Siehe, ich komme bald.” Und der Geist und die Braut antworten: „Komm, Amen, komm, Herr Jesu.” Dort, wo dieses Wechselgespräch stattfindet, dort, wo Braut und Bräutigam sich in diesem Wechselgespräch über die letzte Schwelle hinüber nahe sind und einander entgegenharren, dort ist der Ort, an dem die Kirche Jesu das Mahl ihres Herrn feiert.

Brunner Pro Ecclesia

Auch das Abendmahl stellt die Gemeinde und jeden, der es empfängt, in die endzeit­liche Krisis. Die Begegnung mit Christus bleibt auch in der Kommunion eine Begeg­nung zwischen Person und Person, die unsere Entscheidung verlangt und über uns die Entscheidung bringt. „Wer den Herrn lieb hat, der komme! Wer den Herrn nicht lieb hat, der sei anathema! Maranatha!” Diese Worte stehen in der apostolischen Zeit über dem Eingang der Abendmahlsfeier. Sie weisen eindringlich darauf hin, daß wir im Abendmahl gerade nicht aus der endzeitlichen Krisis entlassen sind. Wir werden im Abendmahl in jedem Falle in den einen Opferleib Jesu hineingenommen. Dadurch werden die vielen dieser eine Leib, der von der Opferliebe Jesu durchwaltet ist. Wehe dem, der das übersieht. Wehe dem, der übersieht, daß der eine Leib, als dessen Glieder wir im Abendmahl neu bestätigt werden, nur aus der Kraft der Opferliebe Jesu leben kann. Wer das übersieht, „unterscheidet nicht den Leib”. Er weist die im Opferleibe Jesu übermittelte Liebe mit der Tat ab und zieht sich das Gericht zu. Auch das Sakrament des Altars rettet nur dort, wo es empfangen wird in dem Glauben, der die Liebe ein­schließt und in der Liebe tätig ist.

Wir sind gewiß, daß Gott uns im Evangelium und im Abendmahl die Gaben des Heils darreicht. Er dient uns fraglos. Ob wir ihm dienen, das ist fraglich. Unser Gottesdienst wird nur dort zum Dienst vor Gott, wo wir durch die endzeitliche Krisis so hindurch­gehen, daß wir die dargereichte Heilsgabe im Glauben annehmen. Wenn Gott uns nicht durch seinen Heiligen Geist erweckt, können wir ihm nicht im Geist und in der Wahr­heit dienen. Wir können nicht begründen, sondern nur dankbar bekennen, daß in der endzeitlichen Krisis des Menschen nicht nur Verstockung und Unglaube eintritt, son­dern auch das selige Wunder des Glaubens Ereignis wird. Gottesdienst ist Frucht dieses Glaubens. Gottesdienst ist neuer Gehorsam. Darum ist dieser Gottesdienst in diesem Leben immer unvollkommen. Der Gehorsam des neuen Menschen und der Ungehorsam des alten Menschen liegen im Streit wie Geist und Fleisch. Darum werden wir nur dann dem Herrn dienen, wenn wir in der Taufe unser Leben haben und täglich mit ihm sterben und als Sterbende mit ihm leben.

Weil unser Gottesdienst neuer Gehorsam ist, steht er nicht unter einem gesetzlichen Zwang. Er geschieht in jener Spontaneität, die allein der Heilige Geist wirkt. Dieser Dienst ist nicht eine krampfhafte Anstrengung, sondern dem selbstvergessenen, fröh­lichen Spiel des Kindes vergleichbar. Dieser Dienst geschieht nicht mit Murren, sondern mit Freude.

Die grundlegende Gestalt unseres Dienstes vor Gott ist das Gebet. Daß der Gottes­dienst ein Geheimnis ist, zeigt sich uns besonders deutlich im Gebet. Wir wissen nicht, was wir beten sollen. Unsere Gebetsworte sind nur Gefäß für einen anderen. Alles [136] hängt davon ab, daß dieser andere, der Geist, in unsere Gebetsworte eintritt und in, mit und unter unseren Gebetsworten uns vor Gott vertritt mit seinem unaussprechlichen Seufzen.

Das Gebet ist das höchste Vorrecht der Söhne Gottes. Gebet ist Ausübung des Sohnes­rechtes in der Familie Gottes. Söhne dürfen in der Familie des Vaters mitreden. Das Gebet ist die Form, in der Gott jetzt schon seine Söhne an der Herrschaft des einen Sohnes, unseres Bruders in Ewigkeit, mitbeteiligt. Daß die Kirche ein königliches Volk ist, das zeigt sich gerade darin, daß sie betet.

Das Gebet der Söhne ist zuerst Bitte. Die Söhne sind ganz und gar auf das Geben und Schenken des Vaters angewiesen. Sie sind noch Pilger, in Not und Anfechtung, im Kampfe Tag und Nacht. Bitte und endzeitlicher Kampf, Bitte und endzeitliche Hoff­nung gehören zusammen. Erst in der Wiederkunft Jesu wird das Schreien und Flehen der Gemeinde aufhören und nur noch Dank und Lob und Preis übrig bleiben. Im Bittgebet der Söhne geht es zuerst um Gottes Sache: daß sein Name geheiligt werde, sein Reich komme, sein Wille geschehe. Aber gleichzeitig darf alle unsere Not bis in die letzte Tiefe hinein vor dem Vater offenbar werden. Söhne verbergen dem Vater nichts. Söhne reden mit ihrem Vater offen, ohne Maske, über alles, was sie bedrängt und quält.

Söhne reden mit ihrem Vater in der Gewißheit der Erhörung. Indem sie flehen, er­kennen sie, was ihnen schon gegeben ist. Indem sie flehen, erhalten sie schon das Unter­pfand für die erflehte Gabe. Das Bittgebet wird zur Danksagung. Daß wir Söhne sind und als Söhne Erben sind, macht uns ewig dankbar für das, was Gott in seinem einen Sohn für uns getan hat. Darum wird das Gebet der Kirche zur Eucharistia, zur dank­sagenden Anamnese der großen, rettenden Taten Gottes. — Das Gebet vollendet sich im Gotteslob. Im Gotteslob schreien und flehen wir nicht mehr zu Gott. Das Gotteslob übersteigt auch die Danksagung. Das Gotteslob wird zum Spiegel der Glorie Gottes, es wird zum Hymnus. Im Gotteslob dürfen wir mitten im Pilgerstand antizipierend schon Anteil haben an dem Dienst der himmlischen Heerscharen vor Gottes Thron. Zum Gebet tritt das Bekenntnis. Das Bekenntnis der zum Gottesdienst versammelten Gemeinde ist der unmittelbare Reflex der Tatsache, daß die Gemeinde dem lebendigen Gott in seinem lebendigen Wort begegnet. Diese Begegnung zwingt uns in die Knie. Das Bekenntnis ist Sündenbekenntnis. Bekennende Sünder empfangen Gnade. Diese Begegnung richtet uns auf und legt uns das Credo in den Mund. Das Credo ist das Amen der Gemeinde zu der Botschaft Gottes. Das Bekenntnis wird zum Glaubens­zeugnis. Indem die Kirche ihren Glauben bekennt, wird sie daran erinnert, daß sie noch im Kampf steht. Als Glaubenszeugnis ist das Bekenntnis das letzte Wort der Kirche, das sie in dem Prozeßverfahren mit der Welt aussprechen kann. Danach kann nur noch das Blutzeugnis kommen. — Das Bekenntnis ist grundlos, zwecklos, ohne Nebenabsicht, es spricht mit der inneren Nötigung des Geistes einfach aus, was ist, was Gott an uns getan hat. Das Bekenntnis wird zum Dank- und Lobopfer. Das Bekenntnis ist die öffentliche, preisende Anerkennung der Heilstat Gottes, des Werkes Christi, der Neuschöpfung des Geistes. Es ist Rettungsjubel. Es tritt in die Nähe des Hymnus. Gebet und Bekenntnis münden ein in die Verherrlichung des dreieinigen Gottes. „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste. — Ehre sei Gott in der Höhe. — Ehre sei dir, Herre. — Hosianna, gelobet sei, der da kommt.” Das sind Akklama­tionen. Hier huldigt die Gemeinde ihrem König. Diese Rufe zeigen die Herrschaft [137] dieses Herren, sie sind Mittel der Epiphame dieser Herrschaft. Was im Ende aller Dinge alle geschaffenen Wesen tun müssen, wenn sie in die Knie sinken und bekennen, daß Jesus der Herr sei, das tut die Gemeinde jetzt schon freiwillig. Die letzten Dinge beginnen sich abzuzeichnen im Gottesdienst der Kirche. Der Gottesdienst der himm­lischen Stadt ragt bereits in den Gottesdienst der pilgernden Kirche hinein. Dadurch steht der Gottesdienst der Kirche auch zur irdischen Polis in Beziehung. Der kirchliche Gottesdienst ist allein durch seinen Vollzug ein politisches Faktum. An den gottes­dienstlichen Akklamationen der Kirche scheitert die Vergottung der irdischen Staats­macht und ihrer Träger. Dort, wo die Träger der Staatsmacht nach der Glorie Gottes greifen und sich mit Gottes Ansehen schmücken wollen, wird der Gottesdienst der Kirche schon durch seinen liturgischen Vollzug zu einer politischen Kampfansage und einer politischen Kampfhandlung. Durch diesen Kampf zwischen Christus und Anti-Arist hindurch wird die Akklamation der Kirche im Ende aller Dinge zur kosmischen Akklamation werden, in der alle Wesen im Himmel und auf Erden und unter der Erde bekennen sollen, daß Jesus der Herr sei, zur Ehre Gottes.

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Die Akklamation wird transzendiert vom Hymnus. Der Hymnus ist das letzte Wort von Gott, das die Kirche zu Gott hin ausspricht. Während im Gebet, im Bekenntnis und in der Akklamation der endzeitliche Kampf noch deutlich zu spüren ist, steht der Hymnus schon am Ziel alles Kampfes. Er ist Siegeshymnus. Er hat Anteil an dem neuen Lied der Vollendeten vor dem Thron Gottes. Im Hymnus klingt die Stimme der Kirche auf Erden zusammen »mit allen Engeln und Erzengeln, mit den Thronen und Herrschaften und mit dem ganzen himmlischen Heer”. In diesem letzten Wort, das die Kreatur von Gott vor Gott aussagen darf, ist sie nur noch für Gott da, absichts­los, zwecklos, ungeteilt, ihr eigenes Wesen ganz darin erfüllend, daß sie nichts anderes mehr ist und nichts anderes mehr zu sein braucht als der vollendete Spiegel der Glorie Gottes. Gott ist am Ziel mit seiner Kreatur. Nun geschieht, was der erste und der letzte und der ewige Sinn alles kreatürlichen Seins ist: die Glorie Gottes zu empfangen, auf daß sie im Spiegel der Kreatur aufstrahle, das All erfülle und Gott sei alles in allem.

Vortrag, gehalten am 30. Juli 1952 auf der zweiten Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Hannover.

Quelle: Peter Brunner, Pro Ecclesia. Gesammelte Aufsätze zur dogmatischen Theologie, Band 1 (Berlin und Hamburg: Lutherisches Verlagshaus, 1962), 129-137.

Hier Brunners Text als pdf

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Eine Antwort to “Peter Brunner – Das Wesen des kirchlichen Gottesdienstes”

  1. Der evangelisch verstandene Gottesdienst (Vortrag von Eberhard Jüngel) | NAMENSgedächtnis Says:

    […] Am Sonntag, den 22. April 2007 sprachen auf Einladung der Münstergemeinde Walter Kasper und Eberhard Jüngel im Ulmer Münster über den Gottesdienst aus katholischer bzw. evangelischer Sicht. Während Kaspars Vortrag Gottesdienst nach katholischem Verständnis eher weiter ausgreift, erweist sich Jüngel wieder einmal als theologischer Meister der anspruchsvollen Verdichtung. Sein Vortrag “Der evangelisch verstandene Gottesdienst” kann als evangelischer Lehrtext  gelten ( ist er doch in seiner konzisen, durchnummerierten Diktion päpstlichen Lehrschreiben nicht unähnlich). Die vollständige Fassung findet sich hier: Eberhard Jüngel, Der evangelisch verstandene Gottesdienst. (Ebenfalls lesenswert ist außerdem Peter Brunner, Das Wesen des kirchlichen Gottesdienstes). […]

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