EKD-Text in Sachen Eliten

Meine Großmutter wusste noch von den „wertvollen Menschen“ zu sprechen. Die EKD weiß das heutzutage auch. Im März diesen Jahres ist ein EKD-Text mit dem vielsagenden Titel „Evangelische Verantwortungseliten“ herausgekommen, der für sich spricht. Theologisch dünn, schwache Argumentationen, Selbstbebauchpinselung. Der Praxistest hat gezeigt, dass Menschen, die damit angesprochen werden sollen, sich in aller Regel selbst nicht als Elite verstehen. Mit gutem Grund, kann es doch für Christen nur eine Elite geben, die Auserwählten Gottes in Jesus Christus (Kol 3,12). Jede elitäre Differenzierung innerhalb der Auserwählten kann nur fehl gehen. Damit soll gerade nicht einem Egalitarismus das Wort geredet werden. Ja, Christen sind Mandatsträger, wo Handlungsvollmachten innerhalb des göttlichen Mandates unterschiedlich weit reichen können. Wem viel anvertraut wird, von dem wird auch entsprechend Rechenschaft eingefordert. Da lässt sich auch das Lob eines tugendhaften christlichen Unternehmers anstimmen. Aber als Christen im normativen Sinn von Elite sprechen zu wollen, findet nicht die Zustimmung des Evangeliums. Deshalb ist die Rede von „evangelischer Verantwortungselite“ im biblischen Sinne unverantwortlich.

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