Eberhard Jüngel – Glauben heißt Vertrauen

Eberhard Jüngel

„Glauben heisst Vertrauen. Im Glauben verlässt sich eine Person auf eine andere. Im Glauben wird ein Ich seiner selbst ledig, um sich bei einem anderen neu zu finden. Indem der Mensch dem rechtfertigenden Urteil Gottes glaubt, vertraut er diesem Gott, sagt er auf menschliche Weise Ja zu seiner eigenen Bejahtheit durch Gott. Und indem er so Ja sagt, verlässt er sich auf Gott, kommt er bei ihm in neuer Weise zu sich selbst und ist sich eben deshalb seines Gottes und seines eigenen Heils unüberbietbar gewiss. Glaube ist Heilsgewissheit.“

Diese Worte hat Eberhard Jüngel seinerzeit in der theologischen Auseinandersetzung um die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre 1998 geschrieben. Sie stammen aus seinem Artikel „Glauben heisst Vertrauen. Über die Weisheit und den moralischen Sprengstoff der Rechtfertigungslehre“ aus der NZZ.

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