Rechtsverwahrung der evangelischen Bürger in Lindau von 1856

Lindau

In Artikel 7 des Augsburger Bekenntnisses heißt es von der Kirche: „Das genügt zur wahren Einheit der christlichen Kirche, dass das Evangelium einträchtig im reinen Verständnis gepredigt und die Sakramente dem göttlichen Wort gemäß gereicht werden. Und es ist nicht zur wahren Einheit der christlichen Kirche nötig, dass überall die gleichen, von den Menschen eingesetzten Zeremonien eingehalten werden, wie Paulus sagt: „Ein Leib und ein Geist, wie ihr berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“ (Eph 4,4-5).“

Beim königlichen protestantischen Oberkonsitorium in München wusste man 1856 das eigene Bekenntnis nicht zu beherzigen, als unter der Leitung von Adolf von Harleß eine Einheitsliturgie für alle evangelischen Gemeinden in Bayern verbindlich gemacht werden sollte. Da wurden gottesdienstliche Traditionen wie der oberdeutsche Predigtgottesdienst in den neu hinzugewonnenen ehemaligen Reichsstädten wie Lindau (1806) und Memmingen (1805) obrigkeitlich übergangen und den Gemeinden ihr angestammtes Gottesdienstrecht (ius liturgicum) genommen. Als Beispiel dafür, wie sich Lindauer Bürger dagegen verwahrt haben, findet sich hier der Text einer Rechtsverwahrung unter der Federführung des Landarztes Georg Friedrich Kinkelin (1795-1868), die 1856 in Lindau gedruckt worden  ist.

Advertisements

Schlagwörter: , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: