Wort und Feuer statt Schall und Rauch – Warum ein abstrakter »Gott« nicht zu glauben ist

Tetragramm St-Leopold_Leopoldsberg

In der aktuellen September-Ausgabe des Deutschen Pfarrerblatts ist von mir der Artikel „Wort und Feuer statt Schall und Rauch – Warum ein abstrakter »Gott« nicht zu glauben ist“ abgedruckt. Darin begründe ich, warum „Gott“ kein Name für IHN ist:

„»Name« ist ein biblisches Schlüsselwort, allerdings nicht im Zusammenhang von »Gottesnamen«. In den deutschsprachigen Bibelübersetzungen ist fast ausschließlich vom »Namen des Herrn« die Rede. Damit sind die vier hebräischen Buchstaben angesprochen, die mangels Vokale nicht auszusprechen sind – das sog. Tetragramm JHWH. Auf barocken Hochaltären ist dieser hebräische Namenszug auch in unseren Kirchen sichtbar, aus gutem Grund: Dem biblischen Zeugnis zufolge vernimmt Mose am Sinai den Namensaufruf JHWHs: »JHWH ist JHWH, ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Huld und Treue« (Ex. 34,6). Er stellt sich namentlich als »JHWH« vor. »Gott« gilt ihm lediglich als Prädikatsnomen. Biblisch kommt der Eigenname JHWH dem Gattungsnamen »Gott« zuvor. »JHWH ist Gott« heißt es in der Bibel, und nicht umgekehrt.

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