Gotteskinder, nicht nur Erdenbürger – eine Weihnachtsbotschaft

kerzen04

Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.“ So verkündigt es der Engel den Hirten. Der Herr ist euch geboren, fürwahr kein Herrlein. Unter dem heimischen Weihnachtsbaum lässt sich das Kind in der Krippe nicht als Adoptivkind in die eigene Familie aufnehmen. Vielmehr wurde der Gottessohn Mensch, damit ihr als Kinder Gottes adoptiert werdet.

Christus nimmt euer Leben für Gott an – Leben, das sich freut, jubiliert, das leidet und schmerzt, das isst oder hungert, das tanzt, mitunter stolpert; unser Leben, das begehrt, schreit, weint, lacht, wächst, sich bewegt; Leben, das sündigt, altert, sich krümmt, ja schließlich stirbt. Durch den Glauben an Christus sollt ihr euch mit eurem Fleisch und Blut in Gottes Schoß wiederfinden – nicht ruhend, sondern quicklebendig. In seiner Gegenwart könnt ihr als Gotteskinder über das eigene irdische Leben hinausschauen.

Der Gottessohn wurde für euch Mensch, damit ihr Gotteskinder werdet. Das ist die Weihnachtsbotschaft. Wer das glaubt, nimmt sein Leben neu wahr, hat eine Hoffnungssicht auf die Dinge, die auf uns zukommen, findet Zuversicht in aller Ungewissheit.

Da mag es in Deutschland aufgrund von Zuwanderungen für die einheimische Bevölkerung in den kommenden Jahren „befremdlicher“ zugehen. Wider resignatives Hinnehmen und verbittertes Abgrenzen stellt Weihnachten uns Christen in einen göttlichen Lebensrahmen – als Himmelskinder und nicht nur als Erdenbürger. Unser Leben hier in Deutschland ist bei Gott nicht auf dem Rückzug, sondern hat Zukunft. Auch wenn fremdstämmige Menschen uns nicht vertraut sind, sollten wir uns ihnen zuwenden, sie menschenfreundlich begrüßen und ansprechen, selbst wenn sie uns nicht verstehen. Solch eine Kommunikationsinitiative kommt uns selbst zugute, befreit sie uns doch aus eigenen, angstgezimmerten Verließen.

Weihnachten birgt eine Botschaft, die Wort für Wort allen Menschen gilt:

Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ (Lukas 2,10-14)

Wir sind eingeladen, diese Botschaft auch an Menschen anderer Herkunft, anderer Sprache und anderer Religion auszurichten, auf dass wir selbst ihr unseren Glauben schenken.

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