Der (Sünden-)Fall Jan Böhmermann(s) und Luthers Auslegung des achten Gebots

051_Verleumdung_Paragraph_187_Strafgesetzbuch

In Sachen Böhmermanns „verbaler Lynchjustiz“ (Gerhard Strate) gegenüber dem türkischen Präsidenten Erdogan ist es angebracht, auf Luther, genauer auf seine Auslegung des achten Gebots im Großen Katechismus zu hören:

„So haben wir nun [folgenden] zusammenfassenden Sinn und allgemeines Verständnis dieses Gebots: Niemand soll seinem Nächsten, er sei Freund oder Feind, mit der Zunge schaden noch etwas Böses von ihm reden, gleichviel, ob es wahr oder erlogen ist, sofern es nicht einem [amtlichen] Auftrag gemäß oder zur Besserung geschieht. Sondern man soll seine Zunge dazu gebrauchen und dienen lassen, von jedermann das Beste zu reden, seine Sünde und Gebrechen zudecken, entschuldigen und mit seiner Ehre beschönen und schmücken. Ursache davon soll vor allem das sein, was Christus im Evangelium anführt und womit er alle Gebote gegen den Nächsten zusammengefaßt haben will. „Alles, was ihr wollt, daß euch die Leute tun, das tut ihr ihnen auch.“

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