Kirche braucht kein Geld

Michelangelo Geld

Kirche braucht kein Geld. Mit dieser Aussage stoße ich immer wieder auf Unverständnis. Dabei ist dieser Satz für uns Christen wahr. Schließlich glauben wir ja mit den Worten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses an die heilige christliche Kirche. Eine Kirche, die für ihre Existenz unser Geld bräuchte, kann nicht geglaubt werden.

Kirche gilt uns Evangelischen als Versammlung der Gläubigen, in der das Evangelium rein gelehrt und die Sakramente stiftungsgemäß verwaltet werden (Artikel 7 des Augsburger Bekenntnisses). Für eine Versammlung bedarf es keines Geldes. Kirche ist ein Geschehen, ähnlich wie ein Spiel. Um Fußball zu spielen braucht man ebenfalls kein Geld. Aber wenn man Fußballfelder anlegen will und sich einen Profikader versammeln will, wird dafür Geld erforderlich.

An Stelle des Satzes „Kirche braucht Geld“ muss es korrekt heißen: Für den Unterhalt von Kirchengebäuden bzw. für die Besoldung von Pfarrerinnen und Pfarrern braucht es Geld. Wird hingegen der Satz  „Kirche braucht Geld“ geltend gemacht, zeigt dies an, dass hier Amtsträger Kirche für sich selbst vereinnahmen wollen. Dieser Satz entmündigt die gottesdienstliche Versammlung der Gläubigen und ist daher in der evangelischen Kirche fehl am Platz.

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