„Die Bibel ist ein Buch, das Gottes Wort nahebringt“ – Wie die revidierte Einheitsübersetzung 2017 gelesen sein will

einheitsuebersetzung

In einem ist die revidierte (katholische) Einheitsübersetzung 2017 der neuen Luther-Bibel 2017 voraus, nämlich im kirchlichen Vorwort. Anders als im Vorwort in der neuen Luther-Bibel aus der Feder des Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, wird in dem bischöflichen Vorwort der revidierten Einheitsübersetzung die Kanonizität der Heiligen Schrift für die Lehre und Verkündigung der Kirche herausgestellt. So lautet das bischöfliche Vorwort:

„Nahe ist dir das Wort
in deinem Mund und in deinem Herzen.“
(Dtn 30,14; Röm 10,8)

Die Bibel ist ein Buch, das Gottes Wort nahebringt. Das Zweite Vatikanische Konzil hat es so gesagt: „In der Heiligen Schrift kommt ja der Vater, der im Himmel ist, seinen Kindern in Liebe entgegen und nimmt mit ihnen das Gespräch auf“ (Dei Verbum 21). Die Bibel hat für die ganze Kirche grundlegende Bedeutung. Sie wird im Gottesdienst als „Wort des lebendigen Gottes“ verkündet. Sie ist Richtschnur für die kirchliche Lehre. Sie ist ein starker Antrieb für die Praxis der Nächstenliebe. Viele Menschen schöpfen Kraft aus dem Lesen der Heiligen Schrift. Viele nehmen die Bibel zur Hand, um in besonderen Zeiten eine gute Entscheidung zu treffen. Ohne dass die Bibel im Glauben gelesen würde, bliebe sie Papier und Druckerschwärze. Wer sie aber in dem Geist liest, in dem sie geschrieben wurde, findet zu einer Antwort auf Gottes Wort und wird dann auch anders reden, anders beten, anders denken, fühlen und handeln: voller Glaube, Hoffnung und Liebe. Durch unser Leben wird sie lebendiges Wort Gottes.

Die Bibel erzählt von der großen Liebesgeschichte Gottes mit den Menschen. Sie hat zwei Teile, das Alte und das Neue Testament. Das Alte Testament verbindet das Christentum mit dem Judentum. Es erzählt von der Erschaffung der Welt und der Erwählung des Gottesvolkes Israel. Das Neue Testament legt Zeugnis von Jesus Christus ab. Es erzählt, wie das Evangelium von Galiläa aus in der ganzen Welt verkündet wird. Beide Teile der Bibel gehören untrennbar zusammen. Denn es gibt nur einen Gott. Sein Wort hat die Welt erschaffen; in Jesus Christus ist es Fleisch geworden (Joh 1,1–18). Deshalb wird das Neue Testament im Lichte des Alten Testaments und das Alte Testament wird im Lichte des Neuen Testaments gelesen.

Das Zweite Vatikanische Konzil hat gefordert: „Der Zugang zur Heiligen Schrift muss für die an Christus Glaubenden weit offenstehen“ (Dei Verbum 22). Dieses Anliegen bestimmt auch die vorliegende Neuausgabe der deutschen Einheitsübersetzung. Sie ist zuverlässig und verständlich. Sie lädt alle Menschen ein, sich von Gottes Wort berühren zu lassen und dadurch selbst dem göttlichen Wort ein menschliches Gesicht zu geben.

Allen, die in diesem Buch lesen, wünschen wir ein hörendes Herz!

„Ich hoffe auf den HERRN, es hofft meine Seele, ich warte auf sein Wort.“ (Ps 130,5)

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