Origenes über die Einheit der Schrift

Ein schönes Zitat aus Origenes‘ Kommentar zum Johannesevangelium in Sachen pneumatologische Einheit der Schrift und kanonische Schriftauslegung: „Man muß an die Schrift in ihrer Gesamtheit herangehen wie an einen einzigen Leib und darf die Harmonie des Ganzen in ihrem straffen und festen Gefüge nicht zerbrechen und zerhacken wie es jene tun, die die Einheit des die gesamten Schriften durchdringenden Geistes nach Kräften zerbrechen.“ (Orig. in Jo H. X 107 – SC 157, 446)

In Ergänzung dazu Origenes Ausführungen zur Inspiration der Heiligen Schrift im vierten Buch der Schrift „De principiis (peri archōn)“:

„Die Ursache der falschen Meinungen und Gottlosigkeiten oder der einfältigen Reden von Gott dürfte in all den genannten Fällen keine andere sein als die, daß die Schrift nicht geistlich verstanden, sondern nach dem bloßen Buchstaben aufgefaßt wird. Man muß deshalb denen, die überzeugt sind, die heiligen Bücher seien keine Niederschriften von Menschen, sondern seien aus der Eingebung des heiligen Geistes nach dem Willen des Vaters des Alls durch Jesus Christus geschrieben wor­den und auf uns gekommen, die uns richtig erscheinenden Wege (der Auslegung) zeigen. Dabei wird man sich an die Regel der himmlischen Kirche Jesu Christi halten, die auf die Nachfolge der Apostel ge­gründet ist “ (Orig. princ. IV 2,2 – Übersetzung Görgemanns/Karpp, S. 701).

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