„Erscheint uns hier Luther womöglich als ein rückwärts gewandter Fanatiker, sozusagen als ein christlicher Salafist“ – Kristlieb Adloff über Luthers Schrift „Wider Hans Worst“

Ernst Barlach – Und wenn die Welt voll Teufel wär! (1915)

Kristlieb Adloff hat jüngst für eine Lesung aus der Luther-Schrift „Wider Hans Worst“ eine theologische Einleitung geschrieben. Darin resümiert er:

Damit werden wir entlassen mit der für uns offenen reformatorischen Frage, ob der Gott, der durch sein Wort schafft und alles regiert, sei oder ob er nicht sei, ob also der Gott, dem Luther um Christi willen sich anvertraute, bei dem er inmitten seiner Zweifel und Anfechtungen Zu­flucht fand, Lebensmut, Heiterkeit und unergründliche Freude in den Schrecknissen der Welt, ob dieser, der EINE wahre Gott, sei, oder ob wir befinden, dass er nicht sei, weil die namenlo­sen Götter und Mächte, denen wir ausgeliefert sind, uns stumm bleiben, so dass wir selbst Götter spielen müssen. Man müsste es singen, um Luthers Liebe zum Wort Gottes würdigen zu können. Aber wer kann’s, noch oder wieder neu, nicht mehr oder nie wieder?

„Fragst du, wer der ist? / Er heißt Jesus Christ, / der Herr Zebaoth, / und ist kein anderer Gott, / das Feld muss er behalten.“ (Evangelisches Gesangbuch 362,2)

Hier Adloffs vollständiger Text als pdf.

 

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