„Am Christentum ist das Interessanteste seine Ohnmacht“ – Franz Overbeck über das Religionsproblem der Gegenwart

Franz Overbeck (1837-1905)

In dem aus Karteizetteln Franz Overbecks von Carl Albrecht Bernoulli ausgewählten und herausgegebenen Nachlaßband „Christentum und Kultur“ (1919) findet sich ein Abschnitt „Das Religionsproblem der Gegenwart“, der mit folgenden Worten beschlossen ist:

„Am Christentum ist das Interessanteste seine Ohnmacht, die Tatsache, daß es die Welt nicht beherrschen kann.
Das Christentum will uns Menschen helfen und verdient schon darum unsern Haß nicht, auch wenn es das Vermögen dazu, uns zu helfen, nicht hätte. Dieses Vermögen aber hat es ohne Zweifel nicht, und wäre es auch nur aus dem Grunde, weil es uns allen Ernstes auf die Letzten Dinge, d. h. über uns selbst hinaus verweist und damit nur Todesweisheit ist.
Um an das Christentum zu glauben, wissen wir zuviel davon, und um im Sinne der Kirche davon zu wissen, beruht zuviel davon nur auf Glauben.“

Der vollständige Text dieses Abschnitts findet sich hier als pdf.

 

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