Was die verfassten Landeskirchen von neuen IFAB Laws of the Game 2017/18 in Sachen Verbindlichkeit des Bekenntnisses lernen können

Ende Mai sind die neuen IFAB Laws of the Game (2017/18) erschienen. In der deutschen Ausgabe wird auf Seite 11 „Die Philosophie und der Geist der Regeln (The philosophy and spirit of the Laws)“ wie folgt beschrieben:

Fußball ist die größte Sportart der Welt. Es wird in jedem Land und in vielen ver­schiedenen Spielklassen gespielt. Die Spielregeln gelten für den gesamten Fußball weltweit, vom Finale der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft bis hin zu einem Spiel zwischen kleinen Kindern in einem abgeschiedenen Dorf.

Dass die gleichen Spielregeln für jedes Spiel in jeder Konföderation, in jedem Land, in jeder Stadt und in jedem Dorf weltweit gelten, ist eine bedeutende Stärke, die es zu bewahren gilt. Es ist auch eine Gelegenheit, die zum Gesamtwohl des Fußballs genutzt werden muss.

Fußball muss Spielregeln haben, mit denen das Spiel „fair“ bleibt, da seine Fairness eine entscheidende Grundlage für die Schönheit dieses „wunderschönen Spiels“ ist. Dies ist eine unerlässliche Eigenschaft des „Spielgeists“. Die besten Spiele sind jene, in denen der Schiedsrichter selten eingreifen muss, weil die Spieler mit Respekt gegenüber dem Gegner, den Spieloffiziellen und den Spielregeln spielen.

Die Integrität der Spielregeln und der Schiedsrichter, die diese anwenden, ist stets zu schützen und zu respektieren. Alle Verantwortlichen, insbesondere Trainer und Spielführer, haben eine klare Verantwortung gegenüber dem Spiel, die Spieloffiziellen und ihre Entscheidungen zu respektieren.

Verbindliche Regel sind im Fußball Anweisungen zu einem regelrechten Spiel. Sie eröffnen die wunderbaren Spielzüge, lassen eine agonale Dramaturgie zur Geltungen kommen. Ohne verbindliche Spielregeln existiert keine fußballerische Kunst eines Ronaldos oder Messis. Die Wahrheit dieser Regeln ist an den Spielvollzug gebunden. Außerhalb des Spielfelds lassen sich Fußballregeln im Hinblick auf Vernünftigkeit nicht objektiv verifizieren. Wer sich nicht mit ihnen identifizieren kann, sie als „dogmatisch“ empfindet, muss nicht in das Spiel einsteigen oder kann jederzeit aussteigen.

Analoges gilt für die evangelische Kirche in ihrer Bekenntnisbindung.

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