Archive for the ‘Gebete und Segen’ Category

Segen für Trauernde (bei Trauerfeiern und Bestattungen)

15. April 2017

Käthe Kollwitz – Frau mit totem Kind (1903)

Der HERR
segne euch und begleite euch
in diesen Stunden und Tagen.
Er berge eure Trauer in seiner Hand,
Er trage euch, wo ihr loslassen müsst,
Er halte euch in der Tiefe eures Schmerzes.
Das gewähre euch der allmächtige und barmherzige Gott,
+ der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Wer bin ich wirklich? – ein Gebet im Anschluss an Psalm 139

13. Februar 2017

jesu-haende

HERR, mein Gott,
erforsche mich und erkenne mein Herz,
prüfe mich und erkenne meine Gedanken.
Sieh, ob ein gottloser Weg mich verführt,
und leite mich auf ewigem Weg.

Du kennst mich besser als ich mich selbst.
Nimm das Schwache, das Ängstliche in Deinen Blick,
das Selbstbezogene, auch das Zerstörerische,
all das Dunkle in mir, was ich selbst nicht sehen kann
oder aber nicht wahrhaben will.

Sieh mich nicht so, wie ich mich sehen will,
sondern zeige mir, wie ich wirklich bin –
auch wenn es schmerzt.
Entlarve mich – ich vertraue darauf:
Was du aufdeckst in mir,
hat Christus schon angenommen.

Befreie mich von Selbsttäuschungen,
und auch von den falschen Vorstellungen,
die ich von meinem Leben habe.
Erneuere mich durch Deinen Geist,
damit ich der bin, den du so wunderbar
und einzigartig gemacht hast.
Durch Jesus Christus.
Amen.

Gebet zum Anziehen der eigenen Kleidung (Einkleidungsgebet)

5. Februar 2017

 

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Himmlischer Vater,
wie stehen wir vor dir da – als deine Geschöpfe?
Nackt und bloß sind wir geboren,
auf elterliche Wärme und kleidsamen Schutz angewiesen.

Was ziehen wir uns alles in unserem täglichen Leben an,
zwängen uns in Kleidung, die uns nicht wirklich steht
spielen Rollen, die uns und anderen nicht guttun.

Entkleide uns von Äußerlichkeiten,
die unser Leben kaltstellen,
uns lieblos versteifen
uns selbstverliebt vereinsamen.
Reiß uns das Leichenhemd vom Leib.

Lege uns das Lebensgewand deines Sohnes Jesus Christus an,
seine Liebe sei unser Lebensfaden,
seine Hingabe unsere Erlösung aus Sünde und Tod.

Dein Geist hülle uns ein in herzliches Erbarmen,
in Güte, Demut, Freundlichkeit und Geduld,
auf dass unser Leben eine wärmende Ausstrahlung auf andere hat.
Durch Jesus Christus.
Amen.

Blaise Pascal – Gebet zu Gott um den rechten Gebrauch der Krankheit (Pensées)

5. Februar 2017

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Kann man wirklich so gottergeben beten, wie Blaise Pascal (1623-1662) es in seinem“Gebet zu Gott um den rechten Gebrauch der Krankheit“ aus seinen Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets geschrieben hat? Die chronischen Schmerzen scheint er ja wirklich gehabt zu haben:

Zu wem soll ich rufen, Herr,
zu wem meine Zuflucht nehmen,
wenn nicht zu dir?

Alles, was nicht Gott ist,
kann meine Hoffnung nicht erfüllen.
Gott selbst verlange und suche ich;
an dich allein, mein Gott, wende ich mich,
um dich zu erlangen.

Du allein hast meine Seele erschaffen können,
du allein kannst sie aufs neue erschaffen;
du allein hast ihr dein Bildnis einprägen können,
du allein kannst sie umprägen
und ihr dein ausgelöschtes Antlitz
wieder eindrücken,
welches ist Jesus Christus,
mein Heiland, der dein Bild ist
und das Zeichen deines Wesens.

Vater im Himmel,
ich bitte weder um Gesundheit
noch um Krankheit,
weder um Leben noch um Tod,
sondern darum, dass du über meine Gesundheit
und meine Krankheit,
über mein Leben und meinen Tod verfügst
zu deiner Ehre und meinem Heil.

Du allein weißt, was mir dienlich ist.
Du allein bist der Herr,
tue, was du willst.
Gib mir, nimm mir,
aber mache meinen Willen dem deinen gleich.

So gib denn, Herr,
dass ich, wie ich auch sei,
mich in deinen Willen einordne;
und dass ich als Kranker
dich verherrliche in meinen Leiden.
Vereinige mich mit dir;
erfülle mich mit dir und deinem heiligen Geiste.

Gehe ein in mein Herz und in meine Seele,
um meine Leiden darin zu tragen,
damit ich, ganz erfüllt von dir,
nicht mehr selbst es bin, der lebt und leidet,
sondern damit du es bist,
der lebt und leidet in mir,
o mein Heiland!

Gebetsworte aus Psalm 73, die mit dem Sterben zurechtkommen wollen (Sterbegebet)

18. Januar 2017
Myriam / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com

Myriam / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com

Dennoch bleibe ich stets an dir;
denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,
du leitest mich nach deinem Rat
und nimmst mich am Ende mit Ehren an.
(Psalm 73,23f)

Dennoch bleibe ich stets an dir;
auf den Namen deines Sohnes bin ich getauft,
eingetaucht in seinen Tod,
auf dass seine Auferstehung von den Toten
auch in meinem Leben wahr werde.

Du hältst mich bei meiner rechten Hand,
verstößt mich nicht ob meiner Sünde,
denn ich glaube der Vergebung,
die Dein Sohn am Kreuz für mich erwirkt hat.

Du leitest mich nach deinem Rat
auch da, wo ich nicht weitersehe,
wo Angehörige nicht weiterwissen;
über meinen Tod hinaus
hast Du, mein Gott, mir Leben vorgesehen.

und nimmst mich am Ende mit Ehren an,
auch im Sterben, wo ich nichts halten,
begreifen und bewahren kann.
Deine Annahme gilt für die Ewigkeit.
Durch Jesus Christus.
Amen.

Gebet zum Taufgedächtnis bzw. zur Tauferinnerung (Bußgebet)

15. Januar 2017

tauferinnerung

Himmlischer Vater,
in der Taufe hast du mir dein Ja-Wort zugesprochen –
Gotteskind durch deinen Sohn Jesus Christus.
Oft habe ich deinem Zuspruch wenig Glauben geschenkt,
dich nicht einmal in meinem Leben vermisst.

Schau mich an –
wie fremd ich dir geworden bin.
Schau mich an –
ich bin es wirklich.

Deine Liebe in Jesus Christus ist stärker als mein Versagen.
Deine Treue endet nicht in meiner Sünde.
So danke ich dir,
dass du mich trotz allem annimmst.

Sende Deinen Geist in mein Leben,
erneuere mich an Leib und Seele.
Ich kehre zurück zu dir.
Öffne deine Arme für mich.
Durch Jesus Christus.
Amen.

„Das Licht in der Natur, das Leuchten der Farben, der Glanz, der Blitz“ – Paul Althaus über die Herrlichkeit Gottes

6. Januar 2017

Blitz

Über die Herrlichkeit Gottes wird in dogmatischen Lehrbüchern lutherischer Provenienz in der Regel wenig gesagt. Das mag mit Luthers kreuzestheologische Absage an eine theologia gloriae zu tun haben. Für mich überraschend findet sich jedoch in Paul Althaus Lehrbuch zur Dogmatik Die christliche Wahrheit eine ansprechende Besinnung zur göttlichen Herrlichkeit. Darin schreibt er unter anderem:

„Gott in seiner wahren Gottheit leuchtet denen, für die er sich kundtut, nicht nur ein, sondern er leuchtet im naturhaften Sinne des Wortes. Gott ist Licht nicht nur, sofern das Licht Gleichnis ist für die völlige Reinheit und Güte seines Wesens als Liebe (1. Joh. 1, 5), sondern er ist im eigentlichen und natürlichen Sinne Licht. Gott und Licht gehören zusammen. Nicht als ob das geschaffene Licht, das wir kennen, das Licht der Sonne und der Fixsterne, schon sein Licht selber wäre. Es ist sein Werk, nicht sein Wesen als erschei­nendes. Und doch zeugt das Licht in der Welt von ihm. Kindliche Naturbetrachtung kann das irdische und sein ewiges Licht zusammenschauen: „Licht ist das Kleid, das du anhast“ (Ps. 104, 2). Das Licht in der Natur, das Leuchten der Farben, der Glanz, der Blitz — das alles erinnert uns, daß Gottes Herrlichkeit auch sinnlich ist; das alles, als von Gott geschaffen, ist Gleichnis und Hinweis auf das ewige Leuchten seiner Gottheit. Gottes Herr­lichkeit ist nicht nur die uns von sich überführende Wahrheit und Gutheit seines Wesens; sondern auch die Schönheit; und wiederum nicht nur die Schönheit geistiger Art, die der Wahrheit und Gutheit eignet, sondern die sinnliche Schönheit. Gott ist nicht nur das Beste, sondern auch „das Schönste“ (Paul Gerhardt), das die Sinne entzückt. An der irdischen Schönheit in ihrem Bruchstück sollen und dürfen wir seine ewige Schönheit wie im Spiegel ahnen und lieben — aber auch an der Furchtbarkeit des Blitzes und des „fressenden Feuers“ (Ps. 50, 3) die blendende und tödliche Furchtbarkeit der Doxa Gottes für das Auge der sündigen Kreatur.“

Hier der vollständige Text von Paul Althaus über die Herrlichkeit Gottes als pdf.

„Not und Angst erhalten uns wirksam im Christentum“ – Martin Luther über die not-wendige Praxis des Gebets

26. Dezember 2016

das-schoene-confitemini

In seiner Schrift „Das schöne Confitemini“ von 1530 hat Martin Luther Psalm 118 ausgelegt. Bezüglich Vers 5 „In der Angst rief ich den HERRN an; und der HERR erhörte mich und tröstete mich“ führt er aus:

Darum lerne hier, wer nur lernen kann! Ein jeder werde darüber hinaus ein Falke, der sich in solcher Not in die Höhe schwingen kann. Er wisse zuerst gewiss, zweifle auch nicht, dass ihm Gott solche Not nicht zum Verderben zuschickt […]. Er will ihn damit vielmehr zum Gebet, zum Anrufen Gottes und zum Kämpfen antreiben, damit er seinen Glauben übt und Gott in einer anderen Sicht erkennen lernt, als er das bisher getan hat. Er soll sich so auch gewöh­nen, mit dem Teufel und den Sünden zu kämpfen und durch Gottes Hilfe zu siegen. Sonst lernten wir niemals, was Glaube, Wort, Geist, Gnade, Sünde, Tod oder Teufel sind, wenn immer Frieden wäre und es ohne Anfechtung zuginge. Wäre es wirk­lich so, dann würden wir Gott selbst niemals kennenlernen. Kurz: wir würden niemals rechte Christen, könnten auch nicht Christen bleiben. Not und Angst zwingen uns dazu und erhalten uns wirksam im Christentum. Deswegen sind uns Trübsal und Kreuz so notwendig wie das Leben selbst, ja noch viel nötiger und nützlicher als aller Welt Gut und Ehre.

Es heißt: „Ich rief den Herrn an“. Rufen musst du lernen — das hörst du [96] wohl! — und nicht selbstversunken dasitzen oder auf der Bank liegen, den Kopf hängen lassen und ihn schütteln und in deinen Gedanken dich martern und verzehren, dich sor­gen und suchen, wie du es loswirst, und nichts anderes vor Augen haben, als wie übel es dir geht, wie weh dir ist, ein wie unglücklicher Mensch du bist. Stattdessen heißt es: „Wohlauf, du fauler Schelm! Auf die Knie gefallen, die Hände und Augen gen Himmel gehoben, einen Psalm oder Vaterunser vorgenom­men und deine Not mit Weinen vor Gott dargelegt, geklagt und angerufen!“ So lehrt es hier dieser Vers, und im 142. Psalm (V. 3) heißt es auch: „Ich schütte mein Herz vor ihm aus und zeige vor ihm meine Not an.“ Ebenso Psalm 141,2: „Mein Ge­bet müsse vor dir gelten wie ein Räucheropfer, und mein Händeaufheben sei wie ein Abendopfer!“ Hier hörst du: Das Beten, Notanzeigen und Händeaufheben sind Gott die allerangenehmsten Opfer. Er begehrt es, er will es haben, dass du deine Not ihm vorlegen, nicht auf dir liegen lassen und dich selbst damit schleppen, zernagen und martern sollst, womit du aus einem Unglück zwei, ja zehn und hundert machst. Er will, dass du zu schwach sein sollst, solche Not zu tragen und zu überwin­den, damit du in ihm stark zu werden lernst und er in dir durch seine Stärke gepriesen wird. Siehe, daraus werden Leute, die da Christen heißen, andernfalls [97] nur Schwätzer und Wortemacher, die viel über Glauben und Geist von sich geben, aber nicht wissen, was es ist oder wovon sie selbst reden.

WA 31/1, 95,3-97,2.

Gebet (Fürbitten) aus Anlass des Terroranschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt

19. Dezember 2016

terroranschlag-berlin-weihnachtsmarkt

DU Gott,
Was sollen wir singen in dieser Zeit,
wo Angst-, gar Todesschreie die Weihnachtsfreude zerrissen haben?

Was sollen wir den Verwundeten,
den Angehörigen der Opfer erzählen
von Deinem Evangelium, von Christus dem Heiland,
wenn Deine Geschöpfe unter die Todesräder kommen?

Worauf sollen wir in Zukunft trauen,
wenn Menschen in ihrem religiösen Wahn alles zuzutrauen ist?

Wir lassen nicht los mit unserer Klage, halten Dir das Grauen vor,
krallen uns in Deine Allmacht, zerren an Deiner Barmherzigkeit.

Du entgehst uns nicht,
kommst nicht los von uns und unserer Sünde –
mit der Geburt Deines Sohnes,
mit seinem Leiden und Schreien am Kreuz,
mit seinem Platz in der Dunkelkammer des Todes
mit seiner Auferstehung aus dem Grab
bleibst Du gebunden an uns.

So bitten wir dich:

Nimm dich der Getöteten an,
berge sie in deiner Hand,
lass sie nicht verlorengehen.

Komm mit deinem Geist zu den Menschen,
die Angehörige verloren haben
und todverzweifelt sind.

Bringe Licht in ihre Dunkelheit,
umarme sie mit deiner Liebe.

Komm mit deinem Geist zu den Verwundeten,
die um ihr Leben ringen,
umhülle sie an Leib und Seele.

Du Gott aller Menschen und Völker,
Heil und Friede der Menschen ehren dich mehr
als eine Welt in Elend und Not.

Erhöre unser Gebet.
Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.

Rotweinflecken … – Warum Weißwein zum Abendmahl ausgeschenkt bzw. als Messwein konsekriert wird

9. Dezember 2016
Lucas Cranach d.Ä./Lucas Cranach d.J. – Wittenberger Reformationsaltar 1547/1548 in der Stadtkirche St. Marien (Ausschnitt aus der Mitteltafel)

Lucas Cranach d.Ä./Lucas Cranach d.J. – Wittenberger Reformationsaltar 1547/1548 in der Stadtkirche St. Marien (Ausschnitt aus der Mitteltafel)

Wer die Mitteltafel des Wittenberger Reformationsaltar betrachtet, erkennt es mit eigenen Augen. Beim Abendmahl Christi wird Weißwein ausgeschenkt. Und es ist Martin Luther als Junker Jörg, dem ein junger, dolchgegürteter Mann den Weißweinbecher reicht. So sind wir es ja in der evangelischen Kirche zumindest in Bayern gewohnt: kein Rotwein, sondern Weißwein. Dabei hat ja Jesus das letzte Abendmahl als Passamahl unstrittig mit Rotwein gefeiert. Und auch in der Ostkirche wird bis heute nur Rotwein zur Kommunion gereicht.

Wenn man in Erfahrung bringt, dass bis ins 15. Jahrhundert auch in der lateinischen Westkirche vorwiegend Rotwein bei der Messe konsekriert wurde (erst 1478 wurde durch Papst Sixtus IV. Weißwein als Messwein offiziell zugelassen), fragt man sich: Warum der Wechsel von Rot- auf Weißwein sowohl in der römisch-katholischen Kirche wie auch in den evangelischen Kirchen? Das kann nicht einfach daran gelegen haben, dass nördlich der Alpen der Weißweinanbau vorherrschend gewesen ist.

Der maßgebliche Grund für den allgemeinen Wechsel auf Weißwein ist ein „hygienisch-ästhetischer“: Es sind die weißen Altartücher aus Leinen und insbesondere das weiße Kelchtüchlein (Purifikatorium), die bei Rotwein farblich in Mitleidenschaft gezogen werden. Wenn das Kelchtüchlein vom römisch-katholischen Priester im Anschluss an die Kommunion zur Kelchreinigung benutzt (seit dem Trienter Missale ist dies ausdrücklich vorgeschrieben) bzw. bei den Evangelischen zur Laienkommunikation eingesetzt wird, ist dessen „Befleckung“ unvermeidlich. Weißweinflecken auf weißen Tüchern lassen sich rauswaschen, aber Rotweinflecken …

Man hat in der Westkirche also aus ganz praktischen Gründen den Farb- bzw. Weinwechsel vollzogen, ohne dass es dazu jemals eine liturgische Vorschrift gegeben hätte. So heißt es in der „Allgemeinen Einführung in das Römische Messbuch“ (AEM) lediglich: „Der Wein für die Eucharistiefeier muss ‚vom Gewächs des Weinstockes’ (vgl. Lk 22,18) stammen und naturrein, das heißt ohne Beimischung von Fremdstoffen sein“ (AEM 284; vgl. GORM 322).

das-abendmahl-1565

Lucas Cranach d. J. – Epitaph Joachims von Anhalt (1565) in der Kirche St. Johannis in Dessau

Evangelischen Kirchengemeinden steht es frei, beim Abendmahl Rotwein an Stelle von Weißwein auszuschenken. Sie haben in jedem Fall die altkirchliche Tradition auf ihrer Seite. Und bei Einzelkelchen muss auch kein Kelchtüchlein eingesetzt werden. Dazu kann wiederum ein Cranach-Gemälde vorbildlich sein. Beim Dessauer Abendmahl setzt sich Lukas Cranach d.J. als Mundschenk selbst in Szene und reicht dabei Rotwein.