Archive for the ‘Gottesdienste bei Katastrophen und Trauerfällen’ Category

Wenn der Tod am Anfang steht. Eltern trauern um ihr totes neugeborenes Kind

25. Juli 2017

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Von der Deutschen Bischofskonferenz ist im Mai die dritte, überarbeitete Auflage der Arbeitshilfe „Wenn der Tod am Anfang steht. Eltern trauern um ihr totes neugeborenes Kind – Hinweise zur Begleitung, Seelsorge und Beratung“ veröffentlicht worden. Eingangs heißt es dazu:

„Eltern beizustehen, deren Kind vor, während oder unmittelbar nach der Geburt gestorben ist, ist eine sehr schwere Aufgabe in einer furchtbaren Situation. Vor einem solchen Schicksalsschlag, der für die Betroffenen an Härte kaum zu überbieten ist, stehen Angehörige, Freunde, Helferinnen und Helfer oft in großer Ratlosigkeit und sich daraus ergebender Sprachlosigkeit. Aber gerade in dieser Situation muss die Seelsorge begleitend und tröstend anwesend und ansprechbar sein.“

Die Arbeitshilfe ist mit ihren Gebeten und liturgischen Formularen auch für eine evangelische Seelsorge angebracht. Sie kann hier als pdf heruntergeladen werden.

Vgl. außerdem meinen eigenen Blog-Beitrag „Aussegnung und Bestattung eines totgeborenen Kindes„.

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Hermann Lübbe – Das Gesangbuch und die Kontingenzbewältigung

22. Juni 2017

Hermann Lübbes Thema in Sachen Religion ist die Kontingenzbewältung. So beschließt er seinen Vortrag „Kontingenzerfahrung und Kontingenzbewältigung“ auf der letzten Tagung der Gruppe „Poetik und Hermeneutik„, die vom 19.–24. September 1994 eben zum Thema Kontigenz in Bad Homburg stattfandt, mit einer Reflexion über das Gesangbuch (und bezieht sich dabei auf das Evangelische Kirchengesangbuch – EKG):

Im Bücherregal behauptet das Gesangbuch, durchaus sektoral, seinen Standplatz neben der Fülle übriger nützlicher Hausbücher vom Do-it-Yourself-Ratgeber bis hin zur aktualisierten Anleitung für die Einkommenssteuererklärung. Aber es wäre ersichtlich unsinnig zu sagen, daß, analog zu den übrigen nützlichen Lebensanleitungen, das Gesangbuch auch seinem Gegenstandsbereich nach sektoral begrenzt sei. Durchaus asymmetrisch zu den Beziehungs­verhältnissen zwischen den übrigen Lebenskunden und Lebenshilfen bezieht es sich auf unser Leben integral. Von Gott und Welt ist buchstäblich die Rede, von Geburt und Tod, von Leben und Sterben und von den letzten Dingen am Ende aller Zeiten. Gewiß: Auch zum Thema „Auf Reisen“ finden sich einige Strophen, aber doch nicht von der Art anderer Reiseführer, viel­mehr in Erhebung der Reise, vor der man steht, zur Metapher des Lebens etc. Auch bei „Sturm- und Wassernot“ gibt es etwas zu singen, „Bei reichlicher Ernte“ sowie „Bei sparsa­mer Ernte“. Aber in allen diesen und in vielen weiteren Fällen handelt es sich nicht um sekto­rale Spezifikationen, auf die wir kompetenzdifferenzierend zu antworten hätten. Weder dem Baedeker noch der Feuerwehr wird Konkurrenz gemacht, vielmehr vergegenwärtigt, daß wir in keiner Lebenslage der Bedingungen unseres Daseins mächtig sind, und darauf antworten die fraglichen Lieder dann mit ihrem Dank, ihren Bitten und Klagen.

Der zitierte Lebenslagenkatalog klingt natürlich etwas altväterlich, und in der Tat bezieht er sich auf Texte vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Andererseits haben sich natürlich Sturm- und Wassernöte inzwischen nicht erledigt und, nämlich in anderen Weltgegenden, Hungerkata­strophen bewirkende Mißernten ohnehin nicht. Nur sind inzwischen viele andere zivilisations­spezifische Nöte, zumeist als kontingente Nebenwirkungen technisch instrumentierten Han­delns, hinzugekommen. Nichts steht, im Prinzip, entgegen, das bei der jeweils nächsten Gesangbuchrevision zu berücksichtigen, wenn man, auf der anderen Seite, zugleich auch zu berücksichtigen hat, daß die Bemühung, konkret zu sein, bei zunehmender Geschwindigkeit in der Änderung unserer zivilisatorischen Lebenslagen schließlich in einem sinnwidrigen Aktualismus enden müßte, der es, sozusagen auf einem höheren Abstraktionsniveau, als Vor­zug erkennen läßt, sich auf das zu beschränken, was sich glaubensgeschichtlich indifferent zu dem Unterschied verhält, den es macht, ob uns Nöte aus aufgehaltenem Fortschritt oder die kontingenten Nebenfolgenlasten stattfindenden Fortschritts drücken.

Der naive Fromme und der die Vorzüge frommer Naivität reflektierende Intellektuelle erst recht wird vielleicht finden, die vorstehende Art, die Funktion des Gesangbuchs zur Funktion anderer Hausbücher in Beziehung zu setzen, sei eine Art der Beschreibung, die sich auf die Intentionen der Verfasser der Gesangbuchlieder gar nicht einläßt. Immerhin werde, zum Bei­spiel in jenem fraglichen Reiselied, Christus als „der rechte Weg zum Himmel“ bekannt und nicht etwa Kontingenzbewältigungsbeihilfe geleistet.

Dieser Einwand ist aber buchstäblich konfus, das heißt, er konfundiert unterscheidungsbedürf­tige Ebenen der Betrachtung. Die These ist ja nicht, wir fänden im fraglichen Gesangbuch eine Anleitung zum Verständnis der Religion als einer Lebenspraxis, in der wir uns zur Un­verfügbarkeit unserer Daseinskontingenz in ein Verhältnis setzen. Regeln für den Gebrauch des Prädikators „Religion“ sind in keinem Gesangbuch zu finden, und nicht einmal das Wort „Religion“ kommt, wie man erwarten durfte, in einem Gesangbuch vor. Aber was besagt das? Es besagt, daß das Gesangbuch Texte religiöser Literatur enthält und seinem institutionellen Status nach landeskirchenoffiziell ist und eben nicht ein Werk mit Beiträgen zur Religions­theorie.

Wer vom Gesangbuch in intentio directa Gebrauch macht, dankt Gott, bringt Bitten vor ihn, klagt oder singt zum Pfingstfest. Die Auskunft aber, eben darum handele es sich doch – jeden­falls in unserer hiesigen Religion oder Konfession – und nicht um „Kontingenzbewälti­gung durch Anerkennung unserer schlechthinnigen Abhängigkeiten“, macht aus einem Reflexions­verhältnis eine windschiefe Alternative. Geschieht das, mit Blick auf den entsprechend erschlichenen Beifall der Frommen, absichtlich, so handelt es sich dabei um das, was Hegel ,,frommes Aufspreizen mit Christenthum“ nannte.

Segen für Trauernde (bei Trauerfeiern und Bestattungen)

15. April 2017

Käthe Kollwitz – Frau mit totem Kind (1903)

Der HERR
segne euch und begleite euch
in diesen Stunden und Tagen.
Er berge eure Trauer in seiner Hand,
Er trage euch, wo ihr loslassen müsst,
Er halte euch in der Tiefe eures Schmerzes.
Das gewähre euch der allmächtige und barmherzige Gott,
+ der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Jürgen Moltmann über Leiden und Theodizee

15. März 2017

Am Ende seines Lexikonartikels „Leiden/Theodizee“ aus dem Praktischen Lexikon der Spiritualität (hg. von Christian Schütz, Freiburg 1988) schreibt Jürgen Moltmann:

„Wer in seinem Schmerz nach Gott schreit, der stimmt bewußt oder unbewußt in den Todes­schrei Jesu Christi ein: ‚Mein Gott, warum hast du mich verlassen?‘ Wer dies erkennt, der spürt sofort, daß Gott nicht jenes uner­forschliche Gegenüber im Himmel ist, sondern in einem sehr persönlichen Sinne der menschliche Christus ist, der mit ihm schreit, und der einfühlende Geist, der in ihm ruft und für ihn rufen wird, wenn er selbst verstummt. Es ist der Trost des gekreuzigten Christus, die Liebe Gottes und die Gemein­schaft des ewigen Geistes in die Ab­gründe unserer Leiden und in unsere Höllen des Bösen zu bringen.“

Hier der vollständige Text des Lexikonartikels als pdf.

Gebet (Fürbitten) aus Anlass des Terroranschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt

19. Dezember 2016

terroranschlag-berlin-weihnachtsmarkt

DU Gott,
Was sollen wir singen in dieser Zeit,
wo Angst-, gar Todesschreie die Weihnachtsfreude zerrissen haben?

Was sollen wir den Verwundeten,
den Angehörigen der Opfer erzählen
von Deinem Evangelium, von Christus dem Heiland,
wenn Deine Geschöpfe unter die Todesräder kommen?

Worauf sollen wir in Zukunft trauen,
wenn Menschen in ihrem religiösen Wahn alles zuzutrauen ist?

Wir lassen nicht los mit unserer Klage, halten Dir das Grauen vor,
krallen uns in Deine Allmacht, zerren an Deiner Barmherzigkeit.

Du entgehst uns nicht,
kommst nicht los von uns und unserer Sünde –
mit der Geburt Deines Sohnes,
mit seinem Leiden und Schreien am Kreuz,
mit seinem Platz in der Dunkelkammer des Todes
mit seiner Auferstehung aus dem Grab
bleibst Du gebunden an uns.

So bitten wir dich:

Nimm dich der Getöteten an,
berge sie in deiner Hand,
lass sie nicht verlorengehen.

Komm mit deinem Geist zu den Menschen,
die Angehörige verloren haben
und todverzweifelt sind.

Bringe Licht in ihre Dunkelheit,
umarme sie mit deiner Liebe.

Komm mit deinem Geist zu den Verwundeten,
die um ihr Leben ringen,
umhülle sie an Leib und Seele.

Du Gott aller Menschen und Völker,
Heil und Friede der Menschen ehren dich mehr
als eine Welt in Elend und Not.

Erhöre unser Gebet.
Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.

Gebet für die Verwundeten des Terroranschlags (Selbstmordanschlags – Bombenattentats) in Ansbach (Fürbitten)

25. Juli 2016

Anschlag in Ansbach

HERR, Du unser Gott,
toderschrocken sind wir nach dem Bombenanschlag in Ansbach.

Wie kann ein Mensch nur so grausam gegen sich selbst und andere sein?
Warum kann das Böse einen Mann so ergreifen,
dass er unschuldige Menschen vernichten will?

Wir bitten dich für die Verwundeten und deren Angehörigen,
Heile, was heil werden muss.

Wir bitten dich für die Traumatisierten und Geschockten,
für die Bevölkerung in Ansbach.
Dein Geist umhülle sie an Leib und Seele.

Wir bitten dich für die Rettungskräfte,
für Ärzte und Pflegekräfte sowie für die Polizei.
Stärke sie mit deinem Geist, damit sie nicht selbst Schaden nehmen.

Wir bitten dich für den inneren Frieden in unserem Land,
dass kein Hass und kein Durst nach Rache andere Menschen zu vernichten suchen.

Wir bitten dich für Politiker, Justiz und Sicherheitskräfte
in Bayern, in Deutschland und in Europa.
Leite sie zu verantwortlichen Entscheidungen und Maßnahmen,
die die innere Sicherheit erhöhen und weitere Terroranschläge verhindern.

Du Gott, Herr über Lebende und Tote,
hilf uns, den Schmerz zu tragen.
Vertreibe die Angst.
Stärke in uns die Zuversicht,
dass du unser Leben vollenden wirst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.
Amen.

Gebet für die Opfer des Amoklaufs (Attentats – Anschlags) am Olympia-Einkaufszentrum in München (Fürbitten)

22. Juli 2016

Schießerei in Einkaufszentrum in München

DU Gott,
Herr über Lebende und Tote,
wir können nicht fassen,
was da in München geschehen ist.
Warum hat ein junger Mann andere junge Menschen erschossen –
von langer Hand geplant,
ganz gezielt und doch willkürlich?

Wir bitten dich:
Nimm die Getöteten in dein Gedächtnis
um Jesus Christus willen.
Berge in deiner Liebe,
was uns verloren gegangen ist.

Wir bitten dich für die Angehörigen der Opfer.
Dein Geist trage ihre Trauer und ihren Schmerz.
Lass sie nicht in die Verzweiflung versinken.

Wir bitten dich für die Verwundeten,
für die Traumatisierten und Geschockten.
Dein Geist umhülle sie an Leib und Seele.

DU Gott,
sei auch uns gegenwärtig mit deinem Geist.
Hilf uns in unserer Angst.
Stärke in uns die Zuversicht,
dass du unser Leben vollenden wirst.
Darum bitten wir
durch Jesus Christus, unsern Herrn.
Amen.

Gebet für die Opfer des Anschlags in Nizza (Fürbitten)

15. Juli 2016

LKW-Anschlag Nizza.jpg

DU Gott,
unter dem Nachthimmel von Nizza
hat der Tod das Leben an sich gerissen.
Feiernde sind unter die Räder eines LKWs gekommen.
Wir können nicht begreifen,
dass ein junger Mensch dies absichtlich herbeigeführt hat.
So kommen wir mit allem, was uns bewegt, zu Dir.

Wo ist deine Güte,
die du verheißen hast?
Wo ist deine Macht,
mit der du unserer Ohnmacht begegnest?
Wir möchten ja glauben,
dass du es gut mit uns Menschen meinst.

So nimm dich der Verstorbenen an,
berge sie in deiner Hand,
lass sie nicht im Tod vernichtet sein.

Komm mit deinem Geist zu den Menschen,
die Angehörige verloren haben
und todverzweifelt sind.
Bringe Licht in ihre Dunkelheit,
umarme sie mit deiner Liebe.

Komm mit deinem Geist zu den Verwundeten,
die um ihr Leben ringen,
umhülle sie an Leib und Seele.

Komm mit deinem Geist zu den Menschen
in Nizza und in ganz Frankreich.
Vereine sie in ihrer Trauer
schenke Besonnenheit und erhalte Vertrauen.

Dringe mit deinem Geist in das Herz von Menschen,
deren Denken und Trachten von Hass genährt sind,
die selbst Gewalttaten beabsichtigen.
Deine Liebe öffne ihr Herz für das Leben.

Du Gott aller Menschen und Völker,
Heil und Friede der Menschen ehren dich mehr
als eine Welt in Elend und Not.
Erhöre unser Gebet.
Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.

Gebet für die Opfer nach den Terroranschlägen in Brüssel (Fürbitten)

22. März 2016

Bruessel-Terror-Anschlag-Explosion-Metro-Ubahn

Du Gott, Geheimnis des Lebens,
explosiv hat der Tod das Leben in Brüssel an sich gerissen.
Terroristen haben unschuldige Menschen und sich selbst getötet.
Wir können das nicht begreifen:

Wo ist deine Güte,
die du uns versprochen hast?
Wo ist deine Macht,
mit der du unserer Ohnmacht begegnest?

Wir möchten ja glauben,
dass du es gut mit uns Menschen meinst.
Es fällt uns so schwer,
in den Terroranschlägen erkennen wir dich nicht.

So nimm dich der Verstorbenen an,
berge sie in deiner Hand,
lass sie nicht verlorengehen.

Komm mit deinem Geist zu den Menschen,
die Angehörige verloren haben
und todverzweifelt sind.
Bringe Licht in ihre Dunkelheit,
umarme sie mit deiner Liebe.

Komm mit deinem Geist zu den Verwundeten,
die um ihr Leben ringen,
umhülle sie an Leib und Seele.

Komm mit deinem Geist zu den Menschen
in Brüssel und in ganz Belgien.
Vereine sie in ihrer Trauer
schenke Besonnenheit und erhalte Vertrauen.

Dringe mit deinem Geist in das Herz von Menschen,
deren Denken und Trachten von Hass genährt sind,
die selbst Gewalttaten beabsichtigen.
Deine Liebe öffne ihr Herz für das Leben.

Du Gott aller Menschen und Völker,
Heil und Friede der Menschen ehren dich mehr
als eine Welt in Elend und Not.
Erhöre unser Gebet.
Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.

Fürbitten (Gebet) aus Anlass des Jahrestages des Germanwings-Flugzeugabsturzes 4U9525 bei Le Vernet

21. März 2016

Stern Titelbild

Zum Jahrestag des Germanwings-Flugzeugabsturzes 4U9525 bei  Le Vernet vom 24. März 2015 lenkt die Berichterstattung in den Medien die Aufmerksamkeit neu auf diese Katastrophe. Bei Menschen, die ihre Angehörige verloren haben, brechen Wunden auf – schmerzhaftes Vermissen. Wo Menschen keinen Trost finden, wird das eigene Vermissen noch einmal neu gegenüber dem dreieinigen Gott eingeklagt.

Du, unser Gott,
noch immer können wir es nicht fassen,
wie der Tod das Leben an sich gerissen hat.
warum aus heiterem Himmel 150 Menschen
im Flugzeug an einem Berg getötet worden sind.
Wir können nicht begreifen,
dass ein junger Mensch dies absichtlich herbeigeführt hat.
So kommen wir mit allem, was uns bewegt, zu Dir
und bitten Dich um Dein Erbarmen.

Vor Dir gedenken wir der Menschen,
die wir verloren haben.
So vieles erinnert an sie,
und wir spüren, wie sehr sie uns fehlen.
Berge Du sie in deinem Frieden.
Dein Geist verbinde sie und uns mit Jesus Christus,
der den Tod überwunden hat –
Er, unser Friede in Ewigkeit.

Wir bitten Dich für alle,
die um die Verstorbenen immer noch trauern,
insbesondere Ehe- und Lebenspartner,
Kinder, Eltern und Geschwister.
Tröste sie durch Dein heiliges Wort,
sei ihnen mit Deinem Geist nahe,
wenn Einsamkeit und Verlassensein schmerzen.

Wir bitten Dich für Menschen,
die im Tod ihrer Lieben selbst gefangen sind,
die an Gott und die Welt zweifeln,
gar den Glauben an Dich verloren haben
Öffne ihnen Türen
zum Weiterleben,
zum Weitergehen.
Zeige Dich,
erweise Dich mächtiger
als unser tödliches Verlieren.

Wir bitten Dich für Rettungskräfte,
bei Feuerwehr und im Sanitätsdienst,
für Ärzte und Pflegekräfte,
die bei Katastrophen zum Einsatz kommen.
Stärke sie mit Deinem Geist an Leib und Seele,
damit sie nicht selbst Schaden nehmen.

Wir bitten Dich um den Geist der Weisheit
und des Verstandes,
dass technische Lösungen
und menschliche Fürsorge gefunden werden,
die ähnliche Katastrophen in Zukunft verhindern.

Du Gott, sei uns gegenwärtig
und hilf uns, den Schmerz zu tragen.
Mach uns alle im Glauben bereit
für unsere letzte Stunde.
Stärke in uns die Zuversicht,
dass Du unser Leben vollenden wirst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
unsern Herrn.
Amen.