Eigene Aphorismen

Aphorismen 2

Wer nur sich selbst im Blick hat, dem fehlt die liebevolle Aussicht für das eigene Leben (über den Tod hinaus).

Immobilien machen immobil.

Heilige sind die Menschen, die der dreieinige Gott an sich selbst heranlässt.

Jesus Christus hat sich selbst in das Schloss des Todes gefügt, um uns die Tür zum ewigen Leben aufzuschließen.

Wer als Christ sein Möglichstes tut, macht sich gegenüber seinen Mitmenschen nicht unmöglich.

Gesinnungsethik ist die protestantische Selbstrechtfertigungslehre

Öffentliche Theologie, die nicht mit der Apokalyptik ernst macht, wird zur selbstgerechten Moralpredigt.

Solange in der evangelischen Kirche geschichtsbewusst „geluthert“ wird, kommt das Evangelium Jesu Christi nicht wirklich zu Gehör.

Wir leben in einer Zeit, in der wir immer wieder neu Hunger haben, aber nicht wirklich hungern.

Biblische Hermeneutik ist der unglaubliche Versuch, verheißungsvolles Erzählgeschehen in anspruchslose Vernunftwahrheit zu überführen.

Wer seinen Glauben für sich selbst behalten will, dem entrinnt er wie Sandkörner in der geschlossenen Hand.

Im Schatten des Kreuzes wird unser Kleinglauben zum großen Gottvertrauen.

Wenn man beim Gottesdienst mit dem Erklären anfangen muss, ist man mit dem Feiern bereits am Ende.

Wenn eigener Kleinglaube sich kreuzfrei an der großen Politik versucht, erwächst daraus eine klerikale Moralpredigt.

Der religiöse Glaube, der bei sich selbst bleibt, ist ein unerhörter Götze.

Wer die Theologie zu beherrschen sucht, ist sich selbst ein herrenloser Geist.

Wenn ich den Kopf gewaschen bekommen, halte ich besser den eigenen Mund, damit ich nichts in den falschen Hals kriege.

Leiten heißt überzeugen oder selbst überzeugt werden.

Gib jemandem Macht, und er zeigt dir sein wahres Gesicht.

Wer einem anderen etwas nachträgt, hat selbst die eigenen Hände nicht frei.

Wenn der Teufel Theologie treibt, dann Gnade Gott.

Die Kirche ist gegenwärtig der einzige Ort in unserer Gesellschaft, wo man als Christ mitunter wirklich zu leiden hat.

Wer sich zu verabschieden weiß, kann sich wieder sehen lassen.

Bleiben ist keine Bestimmung auf Ewigkeit; es kann nur ein Werden sein.

Selbst in einem menschlichen Versprecher im Gottesdienst kommt Gottes Versprechen zu Wort.

Wo nichts schmerzt, bleibt alles unwirklich.

Theologen sind die, die sich dann zu Wort melden, wenn sie nichts zu sagen haben, und daher meinen überall mitreden zu können.

Wer zu unterscheiden weiß, kann etwas im Raum stehen lassen.

Nur wer sich selbst zurückzunehmen weiß, kann andere innig berühren.

Ansichtssache ist für sich betrachtet ein haltloser Zustand.

Wer meint etwas erkannt zu haben, hat noch nicht erkannt, wie man zu erkennen hat. (frei nach 1Korinther 8,2)

Wer als Pfarrer mit dem Evangelium nicht in der Gemeinde ankommt, kann das nicht aussitzen, sondern muss gehen.

Manch selbstgestrickte Hoffnung zeigt sich bei näherer Betrachtung als fadenscheinig.

Wenn Pfarrerinnen oder Pfarrer meinen, sie selbst halten den Gottesdienst, sollte man als Gemeindeglied ungehalten werden.

Wer das unaussprechliche Tetragramm überliest, erweist sich als Analphabet des eigenen Lebens.

Christlicher Gottesglaube ist mündiger Kinderglaube.

Nur wer in der Gesellschaft ungleichgültig liberal ist, kann in der Kirche wirklich orthodox sein.

Wo im Leben alles glatt zu gehen hat, findet sich im Unglück kein Halt.

Der Gott kann von uns Menschen Unmögliches verlangen, weil ihm selbst nichts unmöglich ist.

Ein Gott, den man sich selbst denken kann, kann man sich schenken.

Fundamentalisten sind diejenigen, die nicht die ganze Bibel wörtlich nehmen, sondern auswählen, was sie selbst vermeintlich ins Recht setzt.

Wer sein Leben auf Dauer in den eigenen vier Wänden für sich selbst behalten will, kann nur armselig enden.

Was hast du von dem, was du hast? Wenn du es für dich alleine hast, hast du nicht wirklich etwas davon.

Je mehr man dem HERR Gott dankt, um so mehr empfängt man für sich im Leben.

Den „Tätern des Worts“ (Jak 1,22) ist die Hoffnung nicht zu verdenken.

Der kleinste gemeinsame Nenner des allgemein zumutbar Bedeutsamen ist auf Dauer nichtssagend.

Wo Menschen sich in Sachen Glauben etwas für sich selbst herausnehmen wollen, hat Kirche verloren.

Mit uns kann man über alles reden, solange wir das Sagen haben (Leitspruch des liberalprotestantischen Klerikalismus).

Nur wer beruflich etwas anders tun kann, vermag der Kirche wirklich freiwillig zu dienen.

Nur wer ein weites Herz hat, kann entschieden handeln.

Pannen im Gottesdienst sind ein Geschenk, die uns in Jesus Christus neu anfangen lassen.

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