Posts Tagged ‘Kirche’

„Der Typus der Kirche ist die überwiegend konservative, relativ weltbejahende, massenbeherrschende und darum ihrem Prinzip nach universale d. h. alles umfassen wollende Organisation. Die Sekten sind dem gegenüber verhältnismäßig kleine Gruppen …“ (Ernst Troeltsch)

27. August 2017

Ernst Troeltsch (1865-1923)

Es ist immer noch interessant zu lesen, wie Ernst Troeltsch in seinem Werk Die Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen (Tübingen: J.C.B. Mohr 1912) zwischen Kirche und Sekten ohne abwertenden Unterton religionssoziologisch zu unterscheiden weiß:

Der Typus der Kirche ist die überwiegend konservative, relativ weltbejahende, massenbeherrschende und darum ihrem Prinzip nach universale d. h. alles umfassen wollende Organisation. Die Sekten sind dem gegenüber verhältnismäßig kleine Gruppen, erstreben eine persönlich-innerliche Durchbildung und eine persönlich-unmittelbare Verknüpfung der Glieder ihres Kreises, sind eben damit von Hause aus auf kleinere Gruppenbildung und auf den Verzicht der Weltgewinnung angewiesen; sie verhalten sich gegen Welt, Staat, Gesellschaft indifferent, duldend oder feindlich, da sie ja nicht diese bewältigen und sich eingliedern, sondern vermei­den und neben sich stehen lassen oder etwa durch ihre eigene Gesellschaft ersetzen wollen. Beide stehen ferner im engen Zusammenhang mit dem tatsächlichen Zustand und Lauf der Gesellschaft. Aber während die voll entwickelte Kirche den Staat und die herrschen­den Schichten sich dienstbar macht und sich eingliedert, zu einem Bestandteil der allgemeinen Ordnung wird und diese von sich aus teils bestimmt teils sichert, damit aber auch von ihnen und ihrer Entwicklung abhängig wird, haben umgekehrt die Sekten die Beziehungen zu den Unterschichten oder doch zu den gegen Staat und Gesellschaft im Gegensatz befindlichen Elementen der Gesellschaft, arbeiten sie von unten herauf und nicht von oben herunter. Damit hängt schließlich auch ihre verschie­denartige Stellung zu der überweltlichen Lebensorientierung des Christentums und zu seiner Askese zusammen. Die Kirche bezieht alle weltliche Ordnung als Mittel und Vorstufe auf den überweltlichen Lebenszweck und gliedert die eigent­liche Askese als ein Moment ihrem Aufbau unter starker kirchlicher Leitung ein. Die Sekten beziehen ihre Gläubigen unmittelbar auf den überweltlichen Lebenszweck, und in ihnen kommt der individualistische, unmittelbar religiös mit Gott verbindende Charakter der Askese zu einer mindestens viel stärkeren und durchgängigeren Entfaltung, neigt der Gegen­satz ge­gen die Welt und ihre Gewalten, unter die nun auch die weltförmige Kirche gehört, zu einer prinzipiellen und allgemeinen Askese. (S. 362)

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Versinkende Kirche – Novoflot und der wirkliche Luther

10. Mai 2017

„Novoflot-Kirche“ (Foto Falko Siewert)

Da kann man den Kunstatheisten der Opernkompanie Novoflot nur gratulieren, die Ende April schlagzeilenträchtig am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin neben der Volksbühne ein versinkendes Holzkirchengebäude temporär errichtet hatten. Als Motto wurde dazu ein vermeintliches Luther-Zitat ausgegeben: „Wo Gott eine Kapelle baut, da baut der Teufel eine Kirche daneben.“ Im Original (Rörer-Nachschrift der Predigt vom 22.7. 1526 über Mt 7,15-23) heißt es umgekehrt: „Wo Gott eine Kirche baut, da baut der Teufel eine Kapelle daneben.“ (Mühlhaupt, Luthers Evangelien-Auslegung 2, Göttingen 1973, 237)

In Sachen versinkende Kirchtümer ist Luther radikaler, wenn es in seiner Kirchenpostille von 1522 (Epistel zum Stephanstag, Apg 6,8-14) heißt: „Es gibt keine andere Ursache zum Kirchbau als den einen Grund, dass die Christen mögen zusammenzukommen, bitten, die Predigt hören und die Sakramente zu empfangen. Und wo diese Ursache aufhört, sollte man dieselbe Kirche abrechen, wie man das bei allen anderen Häusern tut, die nicht mehr genutzt sind. (Denn keyn ander ursach ist kirchenn zu bawen, ßo yhe eyn ursach ist, denn nur, das die Christen mugen tzusammenkommen, bitten, predigt horen und sacrament empfahen. Und wo diesselb ursach auffhoret, sollt man dieselbe kirche abbrechen, wie man allen anderen hewßern thut, wenn sie nymmer nütz sind).“ (WA 10/I 1, Seite 252)

 

Kirche als Mutter des Glaubens

20. April 2017

Luther verbrennt die Bannandrohungsbulle am 10. Dezember 1520 am Elstertor in Wittenberg (Gemälde von Paul Thumann, 1872-73)

Ob Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an das Portal der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt hat, ist mehr als fragwürdig. Was er jedoch am 10. Dezember 1520 eigen­händig im Kreise seiner Studenten vor dem Wittenberger Elstertor getan hat­te, davon schrieb er an seinen Mentor Johann von Staupitz: „Ich habe des Papstes Bücher und die Bulle ver­brannt, zuerst zitternd und betend, aber jetzt freue ich mich darüber mehr als über irgendeine andere Tat meines ganzen Lebens, denn sie sind noch giftiger, als ich glaubte.“ Unter Beru­fung auf das Evangelium hatte Luther mit der Papstkirche in drastischer Wei­se gebrochen, indem er – der ver­meintliche Ketzer – umgekehrt Papst Leo X. exkommunizierte, ihn also ei­genmächtig aus der Kirche Jesu Chris­ti ausschloss.

Die Reformation hat zur Infragestel­lung überkommener kirchlicher Ord­nungen sowie zur Lossagung von der kirchlichen Hierarchie geführt. Die Lehre von der Rechtfertigung allein aus Glauben an Jesus Christus schließt aus, dass den Gläubigen Kirchengebote aufer­legt werden können, um damit Gnade vor Gott zu verdienen. So heißt es in Artikel 15 des maß­geblichen Augsburger Bekennt­nisses: „Darüber hinaus wird ge­lehrt, dass alle Satzungen und Traditionen, die von Menschen zu dem Zweck gemacht worden sind, dass man dadurch Gott versöhne und Gnade verdiene, dem Evan­gelium und der Lehre vom Glau­ben an Christus widersprechen. Des­halb sind Klostergelübde und andere Traditionen über Fastenspeisen, Fast­tage usw., durch die man Gnade zu verdienen und für die Sünde Genugtu­ung zu leisten meint, nutzlos und ge­gen das Evangelium.“

Aber braucht es dann überhaupt Kir­che? Kann man nicht auch ohne Kir­che ein guter Christ sein? Da scheiden sich nun die Geister. Schließlich lehrt Martin Luther im Großen Katechismus, dass der Heilige Geist „uns zuerst in seine heilige Gemeinde führt und in den Schoß der Kirche legt, durch wel­che er uns predigt und zu Christus bringt. Denn weder du noch ich könn­ten jemals etwas von Christus wissen oder an ihn glauben und ihn zum Herrn bekommen, wenn es uns nicht vom Heiligen Geist durch die Predigt des Evangeliums angeboten und in den Busen geschenkt würde.“ Der Heilige Geist hat „eine besondere Gemeinde in der Welt, die die Mutter ist, die einen jeden Christen zeugt und trägt durch das Wort Gottes.“ Nach Luther kann also kein Mensch außerhalb der Kirche zu Jesus Christus kommen.

Luther predigt über den Gekreuzigten (Lucas Cranach d.J., Predella des Hochalters in der Wittenberger Stadtkirche, 1547)

Aber was meint Luther denn mit Kir­che? Zunächst einmal spricht er von einer „christlichen Gemeinde oder Versammlung“, die sich dort zusam­menfindet, wo das Evangelium von Jesus Christus gepredigt wird. Kirche ist weder ein Gebäude noch eine An­stalt, sondern Gemeinschaft mit Jesus Christus. So spricht Luther seinen Glauben an die eine heilige christliche Kirche aus:

„Ich glaube, dass es ein heiliges Häuf­lein und eine heilige Gemeinde auf Erden gibt, aus lauter Heiligen unter einem Haupt, Christus, durch den Hei­ligen Geist zusammen­berufen, in ei­nem Glauben, Sinn und Verständnis; mit mancherlei Gaben, jedoch ein­trächtig in der Liebe, ohne Rotten und Spaltung. Von dieser Gemeinde bin ich auch ein Stück und Glied, aller Güter, die sie hat, bin ich teilhaftig und Mitge­nosse. Durch den Heiligen Geist bin ich in sie gebracht und ihr einverleibt dadurch, dass ich Gottes Wort gehört habe und immer noch höre; damit nämlich muss es anfangen, wenn man hineinkommen will.“

Glaube ist nicht einfach religiöses Selbstbewusstsein, sondern Vertrauen in Jesus Christus. Damit sich dieses Vertrauen findet, muss Gottes Wort immer wieder neu in der Gemeinde zugesprochen und im Abendmahl mit unserem Leben leiblich verbunden werden. So gilt also die Kirche als Mutter unseres Glaubens.

„Die Kirche hat sich vor nichts mehr zu fürchten, als vor der Sicherheit“ – Hans Joachim Iwand zum Reformationsjubiläum

20. Februar 2017
Claus Bergen - Havarie (Gouache, um 1920)

Claus Bergen – Havarie (Gouache, um 1920)

In seiner Neujahrsbetrachtung 1959 hat Hans Joachim Iwand der Kirche unter anderem Folgendes ins Stammbuch geschrieben: „Der Satz: «Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark» ist das Lebens­gesetz der Kirche und damit auch aller ihrer Glieder. Darum der so schwer erkennbare Weg der wahren Kirche Jesu Christi durch die Zeiten. Es ist immer wie ein Weg am Abgrund entlang. Wir möchten das anders haben. Wir möchten die Kirche in dieser Welt ganz sicher, ganz stark, ganz unangefochten etablieren. Das kann man, aber ohne ihn. Je sicherer die Kirche lebt, desto weniger bedarf sie Gottes! Je weniger sie Gott zutraut, desto mehr sich selbst. Je weniger sie auf seine Hilfe wartet, desto mehr sucht sie Hilfe bei den Geschöpfen.“ Passende Worte zum Reformationsjubiläum.

Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark

Von Hans Joachim Iwand

2. Korinther 12,10b: Denn, wenn ich schwach bin, so bin ich stark.

Das erste, was wir zu diesem Wort des Apostels sagen müs­sen, ist dieses: In ihm ist die ganze Offenbarung Gottes in Jesus Christus beschlossen. Denn Jesus Christus, das ist die Schwach­heit Gottes, das ist die Verborgenheit Gottes unter der alleräußersten, unter der jedes mensch­liche Auge täuschenden, jedes menschliche Denken irreführenden Schwachheit. Wir denken ganz anders. Un­sere Götter sehen anders aus. Die Götter, auf die wir warten, müß­ten anders auftreten. Nicht wie ein Mensch, nicht gehorsam bis zum Tode, nicht dienend, nicht sein Le­ben als Lösegeld gebend, son­dern als Übermenschen, von uns Gefolgschaft fordernd, wie ein Führer, der seine Schar kommandiert —, aber Gottes Gegenwart unter uns hatte und hat ein anderes Gesicht: Ich bin nicht gekom­men, mir dienen zu lassen, sondern daß ich diene. Das ist unser Gott! Und ehe wir ihm dienen, müssen wir ihn uns dienen lassen. Uns dienen mit sei­nem Leiden, uns dienen mit seinem Kreuz. Mit seiner Schwachheit. Denn die Schwachheit Gottes ist stärker als die Menschen sind. Wem Gott nie gedient hat mit seiner Schwachheit, der wird nie wissen, wer Gott ist und was er für uns getan. Wo er für mein irdisches Auge am schwächsten war, da war er am stärk­sten. Da trug er unser aller Schuld, da zerbrach er unser aller Tod. Da geschah es, daß die Riegel unseres Gefängnisses aufgingen und wir heraustraten als die Befreiten. Als die wahrhaft Freien, denen hinfort Tod und Sünde nichts anhaben sol­len. Das ist seine Kraft. Die Kraft Gottes in der Schwachheit des Menschen Jesu.

Wäre es anders, wir würden uns alle um diesen Gott drängen. Wäre seine Kraft nicht verbor­gen unter der Schwachheit, es wäre nicht schwer, an Gott zu glauben. Wir verbergen unsere Schwäche, um Kraft zu heucheln, Gott verbirgt seine Kraft, um sie in der [289] Schwachheit zu offenbaren. Darum verstehen ihn die Großen und Gewaltigen nicht. Darum müssen wir selbst an uns abnehmen und zerbrochen werden, ehe wir ihn begreifen und ergreifen in seiner Schwachheit, in dem Kreuz seines Sohnes, in der Erscheinung des einen Menschen Jesus.

Das Zweite, was wir unter dem Licht unseres Wortes begreifen, sind seine Zeugen, sind die Jünger. Es gehört zu der Herrlichkeit der Bibel, daß uns in ihr Menschen, wirkliche, schwa­che, schwan­kende, zweifelnde Menschen begegnen und daß diese Menschen den­noch Zeugen der Nähe Gottes sein dürfen. Wenn sich der Sturm erhebt, dann meinen die Jünger, sie sinken. Wenn das Wasser ins Schiff dringt, dann schreien die Jünger: Herr hilf, wir verderben. Da sehen wir den Menschen, den schwachen, den zweifelnden Men­schen. Auch der Zeuge in der Nähe Jesu bleibt ein schwacher, ar­mer Mensch. Gerade er. Gerade in der Nähe zu ihm. Wir möchten sie stark sehen, aber wenn der Sturm kommt, zeigt sich, wie schwach sie sind. Ihre Not macht Jesus erwachen. Jesus schläft, und so läßt er das Wasser ins Schiff kommen. Das zerbricht alle ihre Stärke und Sicherheit. Jesus erhebt sich, und das Meer wird stille. Jesus fragt, wo ist euer Glaube — und die Jünger müssen sich schämen. Sie hat­ten ihre Kraft in sich gesucht — aber Jesus, der mit im Schiff war, war ihre Kraft. Denn er ist der Herr, der Wellen und Wind ge­bietet. Glauben wir das noch? Wissen wir das noch? Schreien wir noch zu ihm? Wecken wir ihn noch auf? Das würde wahre Erweckungsbewegung sein. Wir müssen einen wachen Christum haben!

Und das ist das Dritte. Der Satz: «Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark» ist das Lebens­gesetz der Kirche und damit auch aller ihrer Glieder. Darum der so schwer erkennbare Weg der wahren Kirche Jesu Christi durch die Zeiten. Es ist immer wie ein Weg am Abgrund entlang. Wir möchten das anders haben. Wir möchten die Kirche in dieser Welt ganz sicher, ganz stark, ganz unangefochten etablieren. Das kann man, aber ohne ihn. Je sicherer die Kirche lebt, desto weniger bedarf sie Gottes! Je weniger sie Gott zutraut, desto mehr sich selbst. Je weniger sie auf seine Hilfe wartet, desto mehr sucht sie Hilfe bei den Geschöpfen.

Dies, meine Brüder und Schwestern, wollte ich Euch zum Beginn [290] des Jahres zurufen. Wir meinen so oft, in unserem ruhigen sicheren Westen hätte die Kirche nichts zu fürchten. Aber ist es nicht so, daß die Kirche sich vor nichts mehr fürchten muß, als vor der Sicherheit? Das Wasser muß uns ins Schiff laufen, damit wir schreien. Wir müssen Sturm erfahren, damit wir beten. Wir müssen beten, damit Christus uns helfen, damit Jesus uns Christus sein kann. Heil denen, die so angefochten sind, ihnen ist Christus nahe. Der Apostel sagt: Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. Auch wir sollen stark sein, mitten in unserer Schwachheit. Wir sollen uns nicht mit unserer Schwachheit beruhigen. Wir sollen nicht daraus etwas ma­chen, was nicht zu ändern ist. Im Kampf mit der Sünde, im Kampf mit der Feigheit. Gott will die Schwachen stärker machen als die, die auf ihre Kraft vertrauen. Er will unsere Kraft sein. Er will, daß die Welt sich irrt, wenn sie meint, wir seien von Gott verlassene Menschen. Er will, daß die Welt erkennt, wer uns treibt und wem sie nicht gewachsen ist.

Neujahrsbetrachtung in: „Die Hilfe, Blätter aus dem Haus der helfenden Hände“, Beienrode im Januar 1959.

Quelle: Hans Joachim Iwand, Nachgelassene Werke, Bd. 3: Ausgewählte Predigten, München: Chr. Kaiser Verlag 1963, Seiten 288-290.

Hier die Predigt als pdf.

Fußball und Glaube – Warum 1. FCN-Fans mehr von Kirche verstehen als mancher Theologieprofessor

6. April 2009

Nordkurve.jpg

Wenn es um Kirche geht, lässt sich von Die-hard-Fußballfans, die jedes Wochenende im Stadium in der Nordkurve oder auf der Tribüne stehen, mehr lernen als von manchem Theologieprofessor. Commitment zählt, was heißt am Namen des eigenen Vereins Anteil zu nehmen und dem Spielgeschehen aktiv zu folgen, selbst wenn dabei die Stimme heiser wird und es eine Erkältung gibt. Der Die-hard-Fan kommt ins Stadion, weil er von dem, was mit seinem Verein geschieht, mit Herz und Seele eingenommen ist. Er leidet also mit dem 1. FCN jedes Wochenende auf’s Neue.

Wie das Fußballspiel ist auch die Kirche als liturgische Spielgemeinschaft in Christus auf Handlung und nicht etwa auf eine Weltanschauung ausgerichtet. Sowohl für einen Anhänger vom 1. FCN als auch für einen Anhänger Jesu Christi gibt es keine denkerische Erhabenheit und auch keine intellektuelle Schreibtischekstase. Egal woher man kommt, was auch immer man verdient, welche Pläne man im eigenen Leben hat, wenn es um das Spielgeschehen geht, gibt es kein Entkommen.

Einen ganz entscheidenden Unterschied gibt es dennoch – der Sieg Jesu Christi in Kreuz und Auferstehung ein für alle Mal, kein Abstieg mehr nach dem „descendit ad inferos“. Und schließlich ist man als Parteigänger Christi immer auch bekennender Mitspieler auf dem Spielfeld und nicht nur Zuschauer. Trotz allem haben Anhänger eines Fußballvereins in der zweiten Bundesliga mehr Ahnung von der Lebensfülle des Christseins als mancher teilnahmslose Gottesdenker, der sich in platonischer Ideologie verfangen hat.